Azoren sind gefährdet

Neuer Tropensturm „Lorenzo“ kommt als Ex-Hurrikan nach Europa

Auf dem Atlantik bleibt es turbulent

Die Hurrikan-Saison ist auf dem Atlantik noch nicht vorbei und die ehemaligen Tropenstürme ziehen als außertropische Tiefdruckgebiete weiter nach Europa. Nun steht bereits der nächste Hurrikan „Lorenzo“ auf dem Atlantik bereit und der wird in der kommenden Woche als Tiefdruckgebiet unser Wetter beeinflussen. Nur so viel: „Lorenzo“ hat noch richtig Power und bringt krasse Windgeschwindigkeiten.

Andere Zugbahn als Ex-Humberto möglich

Im Gegensatz zum Tiefdruckgebiet „Ex-Humberto“ dürfte Lorenzo andere Pläne haben. Zunächst könnte es kritisch für die Azoren werden, denn der Sturm kommt nach dem GFS-Wettermodell (Global-Forecast-System) ziemlich nahe an die Inseln heran. Auch das ECMWF-Wettermodell sieht für die Azoren keine gute Variante. Hier wird der Sturm sogar noch stärker simuliert und könnte am Mittwoch mit Windgeschwindigkeiten über 200 km/h über die Inseln hereinbrechen. Es dauert aber noch eine Weile und die Prognosen können sich täglich ändern. Trotzdem werden Erinnerungen wach an den Hurrikan „Ophelia“ im Jahr 2017. Dieser Ex-Hurrikan traf als außertropisches Orkantief mit voller Wucht die Insel Irland. Damals wurden Spitzenböen von mehr als 150 km/h gemessen.

Diese Auswirkungen hat „Lorenzo“ auf Deutschland

Da die Zugbahn noch nicht sicher ist, gibt es verschiedene Szenarien. Sollte „Lorenzo“ sich westlich von Island einnisten, strömt warme Luft aus Afrika nach Westeuropa – gleichzeitig würde über Mittel- und Osteuropa kühlere Luft von Norden Richtung Süden strömen. Das würde eine kalte Witterung bedeuten. Sollte „Lorenzo“ eher Richtung Britische Inseln ziehen, könnten warme Südwestwinde eine mildere Witterung bei uns in Deutschland einleiten. Bisher sieht es aber eher nach Szenario 1 aus.