Forscher entdecken weitere Delta-Variante des Coronavirus

Noch ansteckender: Neue Corona-Variante breitet sich aus

Großbritannien, Manchester: Ein Leitschild auf dem Bürgersteig weist auf Beachtung der Social-Distancing-Maßnahmen hin. Britische Forscher empfehlen auf Grundlage einer neuen Studie, auch bei hohen Impfquoten Corona-Regeln beizub
Die Delta-Variante des Stammes AY.4.2 gilt als hochansteckend. © dpa, Danny Lawson, vhm alf vco

Delta-Variante des Stammes AY.4.2 gilt als hochansteckend

Eine Subvariante der Delta-Variante von Corona breitet sich derzeit in Großbritannien aus. AY.4.2 ist dort inzwischen für mehr als jede zehnte Neuinfektion verantwortlich – und sie soll noch ansteckender sein als seine Ursprungsform.

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Neue Covid-Variante verursacht weniger Symptome

Die Subvariante breitet sich einer Studie des Imperial College London zufolge wohl schneller aus als die bisher vorherrschende Delta-Variante. Man geht davon aus, dass sie 10 bis 15 Prozent ansteckender ist als andere Delta-Varianten. Den Wissenschaftlern zufolge könnte sich die Variante bereits in wenigen Monaten zum vorherrschenden Stamm in Großbritannien entwickeln.

Seit September berechneten die Wissenschaftler ein tägliches Wachstum des AY.4.2.-Anteils von 2,8 Prozent. Gleichzeitig sind symptomatische Erkrankungen seltener. Auch die typischen Symptome wie Verlust oder Veränderung des Geruchs- und Geschmackssinns, Fieber und ein neuer, anhaltender Husten kommen demnach bei Infektionen mit AY.4.2. weniger häufig vor. Ersten Erkenntnissen nach scheint die jüngste Corona-Variante die Wirksamkeit der Impfstoffe nicht zu beeinträchtigen.

Bislang nicht besorgniserregend

Die Subvariante AY.4.2 wird von der Weltgesundheitsorganisation bislang nicht als besorgniserregend eingestuft, steht aber unter Beobachtung. Auch in Deutschland wurde sie bereits nachgewiesen. Seit dem ersten Nachweis von Anfang Juli bis Mitte November sind 766 Treffer erfasst, wie das RKI auf Anfrage mitteilte. Der Anteil der Subvariante sei in den vergangenen Wochen in Zufallsstichproben mit circa ein Prozent relativ konstant gewesen. Daher gehe das RKI derzeit davon aus, „dass sich diese Variante unter den in Deutschland herrschenden Infektionsschutzmaßnahmen nicht signifikant stärker als andere Linien ausbreiten kann“. (dpa/jar)