Süd- und Nordholland sowie Wien zum Risikogebiet erklärt

Urlaub in Holland oder Österreich geplant? Das müssen Sie jetzt wissen!

Corona Urlaub
Das Reisen während der Corona-Pandemie kann ziemlich kompliziert sein © iStockphoto

Wenn das Urlaubsziel plötzlich zum Risikogebiet erklärt wird

Die Reisewarnung für Süd- und Nordholland und Wien kam für viele überraschend. Vor allem, weil die Herbstferien vor der Tür stehen. Doch was heißt das für Ihre Urlaubsplanung? Können Sie  Ihre Unterkünfte jetzt kostenlos stornieren, oder gibt es da Unterschiede? RTL-Reiseexperte Ralf Benkö klärt auf.

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Individual-Touristen müssen auf Kulanz hoffen - anders sieht es bei Pauschalreisen aus

Wer individuell, ohne Pauschalreise, seine Unterkunft für Wien oder Amsterdam gebucht hat, der hat jetzt schlechte Karten. Denn kostenfreie Stornierungen werden von Veranstaltern bei Reisewarnungen in der Regel nur gewährt, wenn es sich um Pauschalreisen handelt. Also nur, wenn mehrere Reiseleistungen zu einem Gesamtpreis angeboten wurden. „Das liegt daran, dass die europäische Pauschalreise-Richtlinie einen besonderen Schutz der Kunden vorsieht“, erklärt Benkö.

Ansonsten kann man bei Einzelbuchungen meistens nur darauf hoffen, dass es möglich ist, mit dem Anbieter der Unterkunft eine Kulanzregelung zu finden. Das dürfte aber eher nur in wenigen Fällen gelingen, wenn die Reise praktisch trotz Reisewarnung durchführbar wäre, das Hotel also geöffnet hat.

Noch ist mein Urlaubsziel kein Risikogebiet. Sollte ich eine Quarantäne trotzdem mit einplanen?

im Moment scheint es vielerorts so zu sein, dass sich die Infektionszahlen wieder drastisch ausweiten. Ist es daher ratsam – sollte man etwa für Oktober einen Urlaub geplant haben – eine Quarantäne-Zeit vorsichtshalber mit einzuplanen? Reiseexperte Benkö rät dazu, dies jedenfalls nicht außer Acht zu lassen. Auch wenn man keinen Urlaub in ein Risikogebiet plant, können wir aktuell fast täglich beobachten, wie schnell sich die Lage ändern kann und Gebiete kurzfristig doch noch zu Risikogebieten ernannt werden können.

Aktuell besagt die Coronaeinreiseverordnung noch, dass Einreisende aus Risikogebieten sich grundsätzlich 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben müssen. Die Quarantänepflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten gilt nicht, wenn ein negativer Corona-Test vorliegt, der höchstens 48 Stunden vor der Einreise vorgenommen worden ist. 

Aber, so Ralf Benkö: „Nach den bisherigen Ankündigungen der Bundesregierung muss ab dem 1. Oktober jeder, der aus einem Risikogebiet zurückkehrt, in eine Mindest-Quarantäne von nur fünf Tagen, auch wenn er einen negativen Covid-19-Test vorlegt. Insofern macht es für Urlauber derzeit wirklich Sinn, sich bei einer Reiseplanung vorab mit der Frage einer möglichen Quarantänezeit auseinander zu setzen und die vielleicht auch gleich mit einzuplanen.“

OFT GESTELLTE FRAGEN: Der Corona-Reise-Faktencheck mit Ralf Benkö

Wie sicher ist der Urlaub in Risikogebieten und was passiert mit den Reiserückkehrern? RTL-Reiseexperte Ralf Benkö hat den Corona-Reise-Faktencheck gemacht und die wichtigsten Fragen beantwortet.

VIDEO-PLAYLIST: Alles, was Sie über Corona wissen müssen