Neue Rekordniedrigwerte am Rhein!

Rheinpegel sinkt ins Negative

Der Sommer im Herbst bleibt uns auch in dieser Woche weiter treu. Zwar gehen die Temperaturen im Laufe der Woche nach unten, doch ergiebige Niederschläge werden immer noch nicht erwartet. Bisher sind im Oktober 2018 im deutschlandweiten Durchschnitt keine 10 Liter pro Quadratmeter gefallen. Daran wird auch die neue Wetterwoche kaum etwas ändern. Das bedeutet, dass die Pegelstände am Rhein in den kommenden Tagen in nie bisher für möglich gehaltene Regionen absinken werden.

Neue Rekordniedrigwerte in Emmerich und Worms - weitere werden folgen ...

Der Pegel in Emmerich liegt mit 0,22 Zentimetern schon 6 Zentimeter unter dem bisherigen Niedrigrekordwert (Stand 17.10., morgens). Auch in Worms gibt es einen neuen Niedrigrekord mit 13 Zentimetern (2 Zentimeter drunter). In Düsseldorf fehlen noch 3 Zentimeter, hier lag der Pegel am Mittwochmorgen bei 42 Zentimetern und in Köln fehlen 4 Zentimeter (Pegelstand bei 42 Zentimeter). Auf der gesamten Rheinstrecke wird es bis weit in die nächste Woche noch deutlich fallende Pegelstände geben. Für Emmerich ist noch einmal ein Rückgang von 20 bis 40 Zentimeter prognostiziert und das könnte heißen, dass der Pegel ins Negative geht!

Wichtig: Der Pegelstand sagt nichts über die Wassertiefe aus. Die gebaggerten Fahrrinnen sind tiefer. In Emmerich liegt die aktuelle Fahrrinnentiefe noch bei 2,20 Meter.

Auch an den anderen Flüssen wie der Oder oder der Elbe und an vielen Stauseen herrscht Niedrigwasser.

Köln-Düsseldorfer stellt Linienschifffahrt auf dem Rhein ein

Das extreme Niedrigwasser des Rheins hat die Schifffahrtsgesellschaft Köln-Düsseldorfer veranlasst, ihren Linienverkehr auf dem Rhein einzustellen. "Das ist uns jetzt zu gefährlich, die Sicherheit unserer Fahrgäste geht vor", sagte eine Sprecherin des Unternehmens am Dienstag.
 
Damit wird der Linienverkehr der Schiffe zwischen Düsseldorf und Mainz einige Tage vor dem ohnehin vorgesehenen Saisonende am kommenden Sonntag beendet. Die Rundfahrten bei Köln, Düsseldorf und Frankfurt finden nach Angaben der Sprecherin weiter statt. 

Ohne Sommergewitter wäre es jetzt schon viel schlimmer

Interessant ist, dass die Pegelstände am Oberrhein/Bodensee noch recht weit von Rekordwerten entfernt sind. Ursache sind die die zahlreichen Gewitterereignisse, die quasi durchgehend im Sommer an der Hochrheinstrecke stattgefunden haben. Wären diese Niederschlagsereignisse nicht gewesen, dann würden die Pegelstände am Mittelrhein/Niederrhein bereits noch viel niedriger liegen.

Auch in den Niederlanden neue Rekorde bei Tiefstständen

Derweil hat der Rhein auch in unserem Nachbarland, den Niederlanden, in der Provinz Gelderland einen neuen Pegel-Tiefststand erreicht. In Lobith wurden 6,76 Meter gemessen, noch einmal 7 Zentimeter weniger als am 5. Oktober.