Neue Dimension des Klimawandels: Kohlendioxydwerte waren in der Menschheitsgeschichte noch nie so hoch

CO2-Gehalt der Atmosphäre
Der Verlauf der CO2-Gehaltskurve in der Atmosphäre. Es geht permanent aufwärts, das heißt, der CO2-Gehalt nimmt stetig zu.

Der Klimawandel ist nicht zu leugnen, denn die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Die Menschheit bläst - ungeachtet aller Feierlichkeiten zum Durchbruch beim Pariser Weltklimagipfel 2015 - immer neue Rekordmengen an CO2 in die Atmosphäre. Mit gravierenden Folgen, denn CO2 ist ein wesentlicher Faktor bei der Erwärmung unseres Klimas.  

CO2-Gehalt dauerhaft über 400 ppm

NASA CO2-Konzentration
Dieses Foto der NASA zeigt die CO2-Konzentration.

Klimaforscher haben jetzt einen weiteren, untrüglichen Beleg für den Klimawandel festgestellt. Der Kohlendioxydgehalt der Atmosphäre ist zum ersten mal seit Beginn der Messungen auch im September nicht unter den Schwellenwert von 400 ppm (parts per million) gefallen. Forscher glauben, dass wir nie wieder einen Monat unter 400 ppm erleben werden. 

Warum aber war der September stets der Monat mit dem niedrigsten COs-Gehalt? Weil das Pflanzenwachstum im Frühjahr und Sommer normalerweise für einen Rückgang der Kohlendioxydwerte sorgt. Doch in diesem Jahr schafften die Pflanzen es nicht mehr, den Wert unter 400 ppm zu drücken.  

Besonders Besorgnis erregend: Niemals in unserer Geschichte lebten Menschen in einer Atmosphäre mit einem höherem CO2-Gehalt. Die Folgen sind schon lange spürbar, vor allem für Entwicklungsländer, aber auch für uns. Denn es ist vor allem das wärmer werdende Mittelmeer, das Europa mehr Hochwasser und stärkere Regenfälle bringt.   

Vor allem aber trifft der Klimawandel die armen Länder dieser Welt, deren wichtigster Wirtschaftsfaktor die Landwirtschaft ist. Wenn dort Regenfälle ausbleiben oder Überschwemmungen die Ernten zerstören, hat dies verheerende Folgen für die Ernährung der Menschen. Und so ist es höchste Zeit für die Regierungen dieser Welt, den Klimawandel nicht nur auf dem Papier zu bekämpfen, sondern tatsächlich Maßnahmen einzuleiten.