Massive Einschränkungen

Das sind die neuen Corona-Regeln der Bundesländer

 Auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt, auf den Wochenmärkten und in bestimmten weiteren Bereichen der City gilt ab Donnerstag den 25. November wieder eine Maskenpflicht. Dortmund, 24.11.2021 *** At the Dortmund Christmas market, at the weekly markets a
Auch bei Weihnachtsmärkten soll es in den kommenden Tagen zu Einschränkungen kommen. © imago images/Future Image, Dwi Anoraganingrum via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Ein Überblick

Während Bund und Länder in der Corona-Krise über eine gemeinsame Linie diskutieren, haben viele Bundesländer ihre Corona-Regeln deutlich nachgeschärft. Gerade Ungeimpfte müssen fast überall mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Aber auch Geimpfte müssen ihre Kontakte deutlich reduzieren. Wir liefern einen Überblick über die Regeln der jeweiligen Bundesländer.

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Baden Württemberg

In Baden-Württemberg werden ab dem 03.12. schärfere Regeln umgesetzt.

  • Weihnachtsmärkte sollen landesweit schließen, genauso wie Clubs und Diskotheken.
  • Im öffentlichen Raum soll ein Alkoholverbot verhängt werden .
  • Sportgroßveranstaltungen werden aller Voraussicht nach auch nicht besucht werden können, Fußballstadien sollen also zum Beispiel leer bleiben.
  • Die Landesregierung will die schärferen Regeln im Kampf gegen die Pandemie am Mittwoch beschließen.

Lese-Tipp: Impfstatus soll "perspektivisch" nur noch sechs Monate gültig sein

Nordrhein-Westfalen


  • In Nordrhein-Westfalen sollen schon ab diesem Samstag deutliche Beschränkungen der Zuschauerzahlen bei Großveranstaltungen wie Fußballspielen gelten.
  • Ministerpräsident Hendrik Wüst hat bereits Kontaktreduzierungen angekündigt.
  • Discos und Clubs sollen geschlossen werden
  • Auch die Maskenpflicht im Schulunterricht soll wieder eingeführt werden

Bayern


  • In Bayern sind Clubs und Diskos geschlossen, für die Gastronomie gilt eine Sperrstunde ab 22 Uhr.
  • Künftig soll die 2G-Regel, die bisher in der Gastronomie gilt, auch in der Außengastronomie angewendet werden.
  • Auch im Handel soll künftig 2G gelten.
  • Fußballspiele müssen künftig wieder ohne Zuschauer stattfinden.

Was dazukommen wird - was für Bayern dann ein Plus wäre - das sind weitere Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich und 2G im Handel", sagt Ministerpräsident Söder.

Markus Söder im RTL-Interview: "Grundlegende Änderungen und Verbesserungen"

Niedersachsen


  • Ab heute (01.12) gilt in nahezu allen niedersächsischen Kommunen 2G+.
  • Wer also vollständig gegen Corona geimpft oder von einer Infektion genesen ist, braucht zusätzlich einen negativen Test, um in vielen Bereichen Zutritt zu bekommen.
  • Kinder und Jugendliche müssen sich in der Regel nicht zusätzlich testen, weil sie das bereits im Schullalltag machen.
  • Die 2G-Plus-Regel gilt für Innenräume in der Gastronomie, Hotels, Sportanlagen (in geschlossenen Räumen), Veranstaltungen in Innenräumen mit mehr als 1.000 Menschen, Kino, Theater oder Zoo, aber auch für körpernahe Dienstleistungen wie dem Friseurbesuch.
  • Die Regel gilt auch für private Treffen, sofern mehr als 15 Menschen drinnen zusammenkommen.

Berlin


  • Der Berliner Senat hat sich am Dienstag auf die Verschärfung seiner Corona-Regeln verständigt.
  • Ein Haushalt soll sich nur noch mit maximal zwei ungeimpften Personen aus einem weiteren Haushalt treffen. Kinder bis 14 Jahren werden nicht mitgezählt. Für private Treffen zwischen geimpften und genesenen Menschen sind keine Beschränkungen geplant.
  • Weihnachtsmärkte sollen in Zukunft nur noch nach dem 2G-Prinzip Besucher einlassen. Die Märkte müssen also umzäunt sein, mit Kontrolle. Buden, die außerhalb der Umzäunung stehen, müssen schließen.
  • Auch Clubs würde der Senat am liebsten schließen, dies sei rechtlich aber derzeit nicht möglich.

Berlins Bürgermeister Michael Müller geht aber davon aus, dass bald „bundesweit beschlossen“ wird, dass Clubs und Discos dicht machen müssen.

Hessen

  • Ab dem 5. Dezember gilt für Ungeimpfte: Es dürfen sich maximal nur noch zwei Hausstände treffen. Für Geimpfte und Genesene gilt diese Einschränkung nicht
  • Außerdem wird die 2G-Regel noch einmal ausgeweitet: Auch im Einzelhandel dürfen nur noch Geimpfte und Genesene Einlass erhalten.
  • Seit vergangenem Donnerstag gilt 2G schon in der Gastronomie, im Freizeitsektor und bei körpernahen Dienstleistern wie Kosmetiksalons.

Thüringen

  • In Thüringen gibt es bislang keine Aussagen zu möglichen Neuregelungen oder Verschärfungen.

Sachsen


  • In Dresden gelten mit Überschreiten der Corona-Wocheninzidenz von 1.000 ab Mittwoch nächtliche Ausgangssperren.
  • Bei einer Inzidenz von 1.000 sieht die Corona-Notfallverordnung des Freistaates im jeweiligen Landkreis oder der Kreisfreien Stadt Ausgangssperren vor. Sie gelten in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages für alle, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind.
  • Der Freistaat ist von der Pandemie am stärksten betroffen. Seit dem 22. November gilt bereits flächendekend 2G und Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte.

Sachsen-Anhalt

  • Die schwarz-rot-gelbe Landesregierung will sich noch in dieser Woche über zusätzliche Maßnahmen zur Eindämmung abstimmen.
  • Ministerpräsident Haseloff hat angekündigt, die bundesweiten Beschlüsse wie eine strengere Kontaktbeschränkung für Ungeimpfte und Masken im Schulunterricht mitzutragen.
  • Darunter fällt auch die Regelung, 2G auf den Handel auszuweiten

Rheinland-Pfalz


  • Ungeimpfte dürfen sich nur noch mit Angehörigen des eigenen Hausstands und mit maximal einer weiteren Person treffen. Minderjährige werden dabei aber nicht mitgezählt.
  • Wenn in geschlossenen Räumen 2G-Plus greift, dann dürfen zusätzlich maximal 25 nicht-geimpfte Minderjährige teilnehmen. Für sie gilt die Testpflicht. Das gilt auch in der Gastronomie.
  • Auch bei Veranstaltungen im Freien gilt die 2G-Regel.
  • In Grund- und Förderschulen soll künftig wieder die Maskenpflicht gelten.

Saarland


  • Das Saarland hat bereits in dieser Woche die Maßnahmen verschärft. Vor allem für Ungeimpfte für die quasi ein Lockdown gilt.
  • Auch Musikclubs und Disos müssen schließen.
  • Zum kommenden Montag (6. Dezember) wird im Saarland demnach die 2G-Regelung für den Einzelhandel umgesetzt. Ausgenommen davon sind Geschäfte mit Dingen des täglichen Bedarfs wie Supermärkte, Drogerien oder Apotheken.

Hamburg


  • Hamburg sperrt Ungeimpfte ab Samstag vom Einzelhandel aus, zudem soll es für sie scharfe Kontaktbeschränkungen geben.
  • Künftig sollen sich in Hamburg Ungeimpfte nur noch mit maximal zwei Mitgliedern eines anderen Haushalts treffen dürfen.

Bremen

  • Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte will die Regeln im Bremer Weserstadion verschärfen, Zuschauer aber weiter zulassen.
  • Zum Weihnachtsmarkt sei noch keine Entscheidung getroffen worden, man wolle die Beschlüsse des Bunde-Länder-Treffen am Donnerstag abwarten

Brandenburg


  • Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke sieht derzeit keinen Bedarf für schärfere Regeln, schließt aber einen späteren Lockdown auch nicht aus.
  • In Brandenburg gilt derzeit in weiten Teilen 2G, und Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte.

Mecklenburg-Vorpommern


  • Auf Weihnachtsmärkten sind künftig nur noch Geimpfte und Genesene mit Test willkommen.
  • Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, in dem die Zahl der Krankenhauseinweisungen schon seit gut einer Woche über dem Schwellenwert von 9 je 100.000 Einwohner in sieben Tagen liegt, sollen die Corona-Schutzmaßnahmen noch einmal verschärft werden. Dort werden laut Schwesig nach den Weihnachtsmärkten auch Kinos, Museen und Theater geschlossen.

Schleswig-Holstein


  • Auch Schleswig-Holstein plant eine erneute Verschärfung.
  • Im Einzelhandel soll ab Samstag 2G gelten, Ungeimpfte dürfen nur noch in Geschäften des täglichen Bedarfs einkaufen.