"Perseverance" sammelt Daten auf dem roten Planeten

So klingt es auf dem Mars: NASA-Rover schickt neue Videos und erstmals Audioaufnahmen

Im Video: "Perseverance" Landung auf dem Mars - und so hört sich der rote Planet an!

Seit Donnerstag tobt sich „Perseverance“ auf unserem Nachbarplaneten aus – und liefert schon jetzt, wenige Tage nach seiner Landung, eine kleine Sensation. Ausgestattet mit allerlei Messtechnik und Sensoren, aber auch mit Kamera und Mikrofon sammelt der Mars-Rover fleißig Video- und Audiodaten vom roten Planeten. Damit beantwortet er uns nun eine Frage, die wir uns vielleicht noch nie gestellt haben, deren Antwort wir aber unbedingt wissen wollen: Wie klingt es eigentlich auf dem Mars? Die Antwort – im Video!

"Perseverance" liefert kleine Sensation

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat die Tonaufnahmen am Montag auf einer Pressekonferenz vorgestellt und gleich auf ihrer Webseite veröffentlicht. Die Mikrofone an Bord des Rovers hätten keine brauchbaren Daten von der Landung gesendet - aber später die ersten jemals empfangenen Tonaufnahmen von der Oberfläche des Mars geschickt, hieß es. Auf ihnen ist unter anderem etwas zu hören, was wie eine Windböe klingt. Andere Geräusche wären angesichts der Gesteinswüste aber auch sehr ungewöhnlich gewesen.

Neue Videos der Mars-Landung zeigen Fallschirm und die Oberfläche des Planeten

Neben den Audiodateien hat er Rover aber auch neue Videos und Fotos von seiner eigenen Landung an die Nasa geschickt. Die Videos zeigen die letzten rund elf Kilometer der Strecke von „Perseverance“ (auf Deutsch etwa: Durchhaltevermögen). Darauf ist beispielsweise zu sehen, wie der Fallschirm aufgeht. Auch die Oberfläche, auf der der Rover landet, ist sichtbar.

Sechs Monate war Perseverance unterwegs

Nach rund sechs Monaten Flugzeit und 472 Millionen zurückgelegten Kilometern war der 1.000 Kilo schwere Nasa-Rover am Donnerstag auf dem Mars gelandet. Gegen 21:56 Uhr deutscher Zeit hieß es aus dem Kontrollraum in Pasadena (Kalifornien): "Touchdown confirmed!" (zu deutsch: Landung bestätigt). Fantastisch sei das riskante Manöver gelungen, hieß es dort mit Blick auf die ersten Daten, die die Landung bestätigten.

Rover sucht nach Spuren von früherem Leben auf dem Mars

Der Rover landete in einem ausgetrockneten See namens „Jezero Crater“, den er die nächsten zwei Jahre untersuchen soll. Er soll dort mit sieben wissenschaftliche Instrumenten, 23 Kameras und einem Laser nach Spuren früheren mikrobiellen Lebens fahnden sowie das Klima und die Geologie des Planeten erforschen. Er soll auch Gesteins- und Bodenproben sammeln und in Kanistern deponieren, die dann innerhalb der nächsten 10 Jahre von gemeinsamen Missionen der Nasa und Esa eingesammelt und zur Erde zurückgebracht werden sollen.

USA, China, Vereinigte Arabische Emirate: Alle wollen zum Mars

Der Mars ist momentan heiß umkämpftes Gebiet: Neben der US-Mission Mars 2020 gibt es noch Raumsonden aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und aus China, die kürzlich erfolgreich in die Umlaufbahn des Planeten eingeschwenkt sind. „Al-Amal“, die Sonde der Vereinigten Arabischen Emirate, soll allerdings nicht landen, das Aufsetzen des chinesischen Raumschiffs „Tianwen 1“ ist in zwei bis drei Monaten geplant.