Dart-Mission soll Erde schützen

NASA lässt Test-Sonde in Asteroiden Dimorphos krachen

Es geht um das Überleben der Menschheit

Es gilt als gesichert, dass die Dinosaurier ausstarben, weil ein Asteroid auf der Erde einschlug, der das Klima derart veränderte, dass 75 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten verschwanden. Die berühmtesten waren eben die Dinosaurier. Nun steht ein solcher Einschlag wie der vor etwa 66 Millionen Jahren auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan nicht gerade unmittelbar bevor, aber möglich ist er. Und deshalb testet die NASA Möglichkeiten, einer solchen Katastrophe zuvorzukommen. Die NASA plant, eine Sonde in einen Meteorit zu schießen, um dessen Umlaufbahn zu verändern.

NASA-Mission "Dart": Sonde soll Unfall im All auslösen

Nicht weniger als die „zukünftige Sicherheit der Erde“ stehe auf dem Spiel, sagt Clayton Kachele. Der Manager ist bei der US-Raumfahrtbehörde NASA verantwortlich für die Mission ‘Dart’ (Double Asteroid Redirection Test), mit der erstmals eine Sonde absichtlich in einen Asteroiden gesteuert werden soll, um dessen Flugbahn zu verändern. Die Sonde ist am 24. November vom US-Bundesstaat Kalifornien aus gestartet und soll im Oktober 2022 in den Asteroiden Dimorphos krachen.

Das erinnert an Hollywood-Filme wie „Armageddon - Das jüngste Gericht“, in dem 1998 Stars wie Bruce Willis und Ben Affleck in kürzester Zeit mit einem komplizierten und gefährlichen Manöver einen direkt auf die Erde rasenden Asteroiden zerstören. ‘Dart’ ist unbemannt und Dimorphos rast auch nicht auf die Erde zu. Es handelt sich lediglich um einen Versuch, ob es möglich sein könnte, die Flugbahn eines Asteroiden auf diese Weise abzuändern.

Einschlag erfolgt erst in einem Jahr

Eine grafische Darstellung zeigt, die Mission «Dart» (Double Asteroid Redirection Test), mit der erstmals eine Sonde absichtlich in einen Asteroiden gesteuert werden soll. Agebildet ist der Asteroid (65803) Didymos (r)
So soll das Manöver vonstatten gehen: Die Sonde rammt den Asteroiden, der daraufhin seine Flugbahn verändern soll. © dpa, Gribbsp1, wst axs

„Asteroiden sind kompliziert“, sagte die an der Dart-Mission beteiligte Astronomin Nancy Chabot. „Sie sehen unterschiedlich aus, sie haben große Steine, sie haben felsige Stellen, sie haben glatte Stellen, sie haben merkwürdige Formen - all diese Sachen. Diesen echten Test an einem echten Asteroiden zu machen, dafür brauchen wir ‘Dart’.“

Die Sonde, die mit Hilfe einer Rakete des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX von Elon Musk starten soll, sei vergleichsweise simpel, sagt NASA-Manager Kachele. Nur eine Kamera hat sie an Bord. Rund ein Jahr lang soll die Sonde zu Dimorphos unterwegs sein, eine Art Mond des Asteroiden Didymos, mit einem Durchmesser von rund 160 Metern. Nach dem Aufprall soll die rund zwölfstündige Umlaufbahn von Dimorphos um mindestens 73 Sekunden und möglicherweise bis zu zehn Minuten kürzer dauern.

Didymos ist nah genug an der Erde, um all das mit wissenschaftlichen Instrumenten von unserem Planeten und vom Weltraum aus zu beobachten und zu messen. Der Asteroid stellt derzeit den Berechnungen der NASA-Forscher zufolge keine Gefahr für die Erde dar - und die Mission ist so angelegt, dass der Asteroid auch nach dem Aufprall der Sonde keine Gefahr darstellen sollte. 2024 soll die Esa-Mission Hera starten, um die Auswirkungen des Aufpralls genauer zu untersuchen.

Unsere Wettertrends und Themenseiten

Eine grafische Darstellung zeigt die NASA-Sonde für die Mission «Dart» (Double Asteroid Redirection Test). Die US-Raumfahrtbehörde NASA will mit der Mission Dart erstmals eine Sonde absichtlich in einen Asteroiden schießen.
Mission Erdverteidigung: NASA lässt Sonde in Asteroiden fliegen, um die Umlaufbahn zu verändern. © dpa, Gribbsp1, wst axs

Sollten Sie Interesse an weiteren Wetter-, Klima- und Wissenschaftsthemenhaben, sind Sie bei wetter.de bestens aufgehoben. Besonders ans Herz legenkönnen wir Ihnen auch den 7-Tage-Wettertrend mit der Wetterprognose für die kommende Woche. Dieser wird täglich aktualisiert. Falls Sie weiter in die Zukunft schauen möchten, ist der 42-Tage-Wettertrend eine Option. Dort schauen wir uns an, was auf uns in den kommenden Wochen zukommt. Vielleicht interessiert Sie eher wie sich das Klima in den vergangenen Monaten verhalten hat und wie die Prognose für das restliche Jahr aussieht. Dafür haben wir unseren Klimatrend für Deutschland.

Damit Sie auch unterwegs kein Wetter mehr verpassen, empfehlen wir unsere wetter.de-App für Apple- und Android-Geräte.

Das Universum - Die Doku im Online Stream auf RTL+

Streaming-Tipp auf RTL+: Das Universum

(osc)