Tipps für ein nachhaltiges Weihnachten

Hohe Energiekosten: So bleibt Weihnachten erschwinglich und gut für das Klima

Ein wunderschönes Weihnachten - günstig, nett und gut für das Klima

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Aber nicht selten sind es nicht nur die vier Lichtlein, sondern gleich 1.000. Bei den Energiepreisen kann Weihnachten durch die Lichterketten und den Backofen im Dauereinsatz ganz schön teuer werden. Und damit auch gar nicht mehr so gut für das Klima. Wir zeigen Ihnen hier, wie Sie an Weihnachten Geld sparen können und dennoch guten Gewissens mit Ihren Lieben Weihnachten feiern können. Und die Umwelt feiert mit.

Christian Häckl erklärt im Video, wieviel CO2 ein Weihnachtsbaum kostet und warum Sie mit gutem Gewissen einen kaufen dürfen..

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Weiße Weihnacht wird durch die Beleuchtung jedes Jahr ein bisschen unwahrscheinlicher

Eindrücke vom Weihnachtslichterspiel Herzensprojekt in Goslar am Harz
Eine solche Weihnachtsbeleuchtung wie die hier in Goslar am Harz ist wunderschön. Privat geht so etwas aber schnell ins Geld. Auf jeden Fall LED-Lampen verwenden © imago images/Martin Wagner, Martin Wagner via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Mit ganzen großen Schritten und vor allem ganz viel Weihnachtsbeleuchtung geht es jetzt aufs Fest zu. Sieht schön aus, verbraucht aber auch richtig viel Strom. Im Schnitt kommen so deutschlandweit mehr als 500 Millionen Kilowattstunden zusammen, so viel wie eine Stadt mit 150.000 Einwohnern pro Jahr verbraucht. Oder anders ausgedrückt: Der Strom für die Weihnachtsbeleuchtung bläst 300.000 Tonnen CO2 in die Luft.

So machen wir die Wahrscheinlichkeit für die ersehnte Weiße Weihnacht durch die ganzen Lichter jedes Jahr ein bisschen unwahrscheinlicher. Helfen können schon die klimafreundlicheren LED-Lichterketten. 200 Lämpchen verursachen so über zwei Wochen hinweg nur ungefähr 50 Cent Kosten. Lassen Sie die Lampen nicht den ganzen Tag brennen – es genügt, wenn es dunkel ist. Im Hellen sieht man sie ja eh kaum.

Kabellose Weihnachtsbeleuchtung im Test

Billig versus teuer: Lichterketten, LED-Lampen und Kerzen im Test

Der Plastik-Weihnachtsbaum ist auch Quatsch - so wird Weihnachten (fast) klimaneutral

 Weihnachtsbaum-Saisoneröffnung in Everswinkel
Weihnachtsbäume stammen meist aus Monokulturen, das ist natürlich nicht gut. Es gibt aber auch ungespritzte Bio-Bäume. Und jeder Baum ist immer CO2-neutral und damit besser als ein Plastikbaum. © imago images/Rüdiger Wölk, Rüdiger Wölk via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Strom: Auch in der Weihnachtsbäckerei lässt sich Strom sparen: Wer den Ofen für Plätzchen nicht auf Ober-Unterhitze einstellt, sondern auf Umluft, der spart 20 Prozent an Energie.

Weihnachtsbaum: Die alten Fragen – Plastik oder echt? Mit Wurzeln oder ohne? Wir machen es kurz: Plastik ist keine Lösung. Das Grün verblasst, der Baum landet irgendwann auf dem Müll. Auch der Baum mit Wurzeln, der Bollenbaum, ist nicht nachhaltig. Man kann ihn nicht jedes Jahr ausgraben. Und das Umtopfen werden viele Bäume schlichtweg nicht überleben. Auch der Temperaturunterschied ist für die Bäume ein Schock, wenn sie im Dezember in die 20 Grad warmen Wohnungen kommen. Der Tod für jeden Baum. Die einzigen, die dauerhaft überleben, sind die, die auf die Terrasse gestellt werden und somit draußen bleiben. Ein Baum gehört halt nicht in die Wohnung. Wenn Sie sich dennoch einen Weihnachtsbaum kaufen, dann brauchen Sie kein schlechtes Gewissen zu haben, denn ein Baum ist prinzipiell immer klimaneutral. Nur schade, wenn ein gesunder Baum abgehackt wird. Und natürlich stehen die Weihnachtsbäume oft in Monokulturen und werden mit Pestiziden bearbeitet. Das mag dann klimaneutral sein, bio ist es nicht.

Verpackung: Es ist natürlich ein weit verbreiteter Unsinn, Geschenke in hochwertigem Papier einzupacken, das dann wenige Stunden später zerstört wird. Vielleicht einfach Altpapier nehmen. Echte Hingucker sind zum Beispiel alte Comics oder Landkarten. Oder geben Sie doch einen Hinweis beim Auspacken, dass Sie das Papier im kommenden Jahr wiederverwenden wollen. Ein bisschen vorsichtiger auspacken schadet dem Weihnachtsspaß ja nicht.

Fleisch: Nun, es ist kein Geheimnis, wer vegetarisch isst, isst umweltfreundlich. Vielleicht muss es ja gar keine Weihnachtsgans sein. Wobei die Gans für das Klima besser ist als der Rinderbraten. Geflügel ist in Sachen CO2 die eindeutig bessere Variante. Aber klar, ein Tier muss dafür auch sterben. Warum nicht mal an Weihnachten ein vegetarisches Gericht probieren? Wir haben da was für Sie:

Hier ein witziger Cartoon mit ernstem Hintergrund, der im Netz viral ging: „Lasst die Gänse leben“

Veganes Weihnachtsmenü: Dieses Festessen kommt ohne tierische Produkte aus

Unsere Wettertrends und Themenseiten

Sollten Sie Interesse an weiteren Wetter-, Klima- und Wissenschaftsthemenhaben, sind Sie bei wetter.de bestens aufgehoben. Besonders ans Herz legenkönnen wir Ihnen auch den 7-Tage-Wettertrend mit der Wetterprognose für die kommende Woche. Dieser wird täglich aktualisiert. Falls Sie weiter in die Zukunft schauen möchten, ist der 42-Tage-Wettertrend eine Option. Dort schauen wir uns an, was auf uns in den kommenden Wochen zukommt. Vielleicht interessiert Sie eher wie sich das Klima in den vergangenen Monaten verhalten hat und wie die Prognose für das restliche Jahr aussieht. Dafür haben wir unseren Klimatrend für Deutschland.

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(osc)