Entwurzelte Bäume, abgedeckte Dächer und Flüsse über den Ufern

Nach Verwüstungen in Nicaragua und Honduras: Trifft Hurrikan "Eta" jetzt Florida?

Weiter über Kuba nach Florida

Überflutete Straßen, eingestürzte Mauern, entwurzelte Bäume: „Eta“ sorgt in Mittelamerika für erhebliche Schäden. Erst wurde Nicaragua getroffen, jetzt ist Honduras dran und am Wochenende könnte der Hurrikan erneut über die Karibik ziehen. Auf der Zugbahn liegen dann Kuba und der Süden des US-Bundesstaats Florida.

Überflutete Straßen, eingestürzte Mauern, entwurzelte Bäume

Honduras bereitet sich auf die Ankunft des Tiefdruckgebiets „Eta“ vor. Präsident Juan Orlando Hernández erklärte den nationalen Notstand und ordnete die Evakuierung besonders gefährdeter Regionen an. „Die nächsten Stunden und Tage sind entscheidend wegen des zu erwartenden Regen“, sagte der Staatschef während einer Sitzung des Krisenstabs. „Die Böden sind bereits vollkommen von Wasser durchnässt.“

„Eta“ war am Dienstag als Hurrikan der zweitstärksten Kategorie vier mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 230 Kilometern pro Stunde in Nicaragua auf Land getroffen. Der Tropensturm entwurzelte Bäume, deckte Dächer ab und ließ Flüsse über die Ufer treten. Mindestens drei Menschen kamen ums Leben.

Rekord: "Eta" ist der 28. Sturm - Erinnerungen an verheerenden "Mitch"

„Eta“ könnte genauso viel oder mehr Regen bringen als der verheerende Hurrikan „Mitch“, warnte der honduranische Staatssekretär im Präsidialamt Ebal Díaz. Bei dem Wirbelsturm waren 1998 in ganz Mittelamerika mindestens 9.000 Menschen ums Leben gekommen und 9.000 weitere als vermisst gemeldet worden. Die genaue Zahl der Toten ist noch immer unbekannt. In den armen Ländern der Region mit der meist schlecht ausgebauten Infrastruktur haben Naturkatastrophen oft fatale Folgen.

„Eta“ ist der 28. Tropensturm im Atlantik in der laufenden Saison. So viele Tropenstürme gab es bislang nur im Jahr 2005. Die Hurrikan-Saison in der Karibik dauert noch bis zum 30. November.