Nach der Hitze die Trockenheit: Im Juli viel zu wenig Niederschlag in Sicht

Die Hitze und die Folgen
Die Hitze und die Folgen Trinkwasser wird knapp 01:19

Erst Unwetter +++ Dann die Sahara-Hitze +++ Jetzt kommt die Trockenheit

Dieser Sommer hat es wirklich in sich: Erst die Gewitter-Serie Anfang Juni, als Blitz und Donner gar kein Ende nehmen wollten und viele Orte - auch die Hauptstadt Berlin - schwer von den Unwettern getroffen wurden. Dann kam die Sahara-Hitze und bescherte Allzeit-Rekordwerte für Juni. Und jetzt? Jetzt plagt uns die Trockenheit. Es sind keine ergiebigen und vor allem flächendeckenden Niederschläge in Sicht. Das heißt: Trinkwasser könnte knapp werden. In einigen Regionen Deutschlands gibt es schon erste Sparmaßnahmen. 

Planschbecken auffüllen und Garten wässern schon verboten

25.06.2019, Sachsen, Dresden: Eine Pflanze wächst im ausgetrockneten Flussbett der Elbe vor der Kulisse der Altstadt. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/ZB +++ dpa-Bildfunk +++
Sommer in Sachsen - Erinnerungen an 208 werden wach, als monatelang kein Schiff mehr fahren konnte. © dpa, Sebastian Kahnert, skh jat

Rund um Hannover ist es jetzt schon besonders eng. Wegen des anhaltenden Sommerwetters und der dramatisch fallenden Flusspegel hat der Wasserverband Garbsen-Neustadt (WVGN) den Kunden verboten, Trinkwasser für Rasenwässerung, Autowäsche oder das Befüllen von Planschbecken zu nutzen.

Wer sich nicht an das Verbot halte, dem könne das Wasser ganz abgestellt werden, berichtet der Norddeutsche Rundfunk. Diese Maßnahme betreffe 115.000 Haushalte. Auch im Kreis Vechta gibt es Einschränkungen beim Trinkwasser-Verbrauch. In Lohne reicht das Wasser derzeit nicht mehr für alle.   

Auch im Kreis Bad Oeynhausen, also in Ostwestfalen, gibt es Sparmaßnahmen. Und der Pegel der Elbe fällt rasant. Noch ist die Schifffahrt im Osten möglich, aber Erinnerungen an 2018 werden wach, als monatelang kein Schiff auf dem Fluss fahren konnte. Der Elbe fehlt - im Gegensatz zum Rhein - das Schmelzwasser aus den Alpen. Deshalb führt der Rhein derzeit noch ausreichend Wasser. Die Elbe aber ist auf Niederschläge angewiesen und die sind im Osten Mangelware. 

Viel zu wenig Niederschlag berechnet

Da stellt sich die bange Frage: Ist Besserung in Sicht? Leider nein. Nächste Woche sind Niederschläge vor allem im Süden berechnet, die werden dort aber eher als lokale Schauer und Gewitter niedergehen. Flächendeckend wird es auch im Süden nicht regnen. Nördlich der Donau sind in der kompletten ersten Juli-Dekade (also den ersten zehn Julitagen) im wetter.de-Modell gar keine Niederschläge vorhergesehen.

Hoffen wir, dass sich das noch ändert, sonst bekommen wir ein ernsthaftes Problem in Sachen Ernte und Wasserversorgung. Immerhin sieht der Blick auf andere Modelle etwas optimistischer aus. Warten wir mal ab. Aber eindeutig ist, dass die trockene Phase noch lange nicht vorbei ist.

So sicher ist unser Trinkwasser: Ein Besuch bei einem Wasserversorger in der Eifel