Mückenplage: Das große Jucken beginnt: Die Mücken sind wieder da!

Mücken lernen, wenn man nach ihnen schlägt
Mücken lernen, wenn man nach ihnen schlägt Dann stechen sie nicht mehr 00:22

2018 wieder ein extremes Mückenjahr

Sie ärgern uns in den Abendstunden und bringen uns in der Nacht um den Schlaf – Mücken. Auch in diesem Jahr ist die Anzahl der Plagegeister zu Beginn der Saison ähnlich hoch wie schon 2017. Normal ist das nicht und Schuld ist das ungewöhnlich warme Wetter: Nach dem kalten März kam das heiße Frühjahr und die Mückenlarven konnten sich extrem schnell entwickeln.

"Die Temperatur ist der entscheidende Faktor"

Der warme April und der warme Mai haben die Vermehrung und das Wachstum der Mücken in diesem Jahr befördert, erklärt Mückenexpertin Doreen Walther vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (Zalf) im brandenburgischen Müncheberg. Aktuell piesacken uns Wald- und Wiesenmücken. Die Hausmücke entwickelt sich erst später.

"Die Temperatur ist der entscheidende Faktor", erklärte die Expertin. Das Wetter sei für Mücken aktuell ideal. Zwischen 20 und 25 Grad fühlen sich die Insekten am wohlsten. Zum Ablegen der Larven fänden Mücken auch in niederschlagsarmen Regionen genug Wasser. "Beispielsweise in den Auwäldern entlang der Elbe und in der Lüneburger Heide gibt es sehr viele Mücken", so die Expertin. Auch gut für eine reiche Population sind die vielen Wasserlachen, die nach den zahlreichen Wolkengüssen überall eine perfekte Brutstätte für die Plagegeister bilden.

2017 hatte die Mückensaison durch das warme Frühjahr schon im März begonnen. Einen Monat früher als gewöhnlich. Durch den verregneten Sommer vermehrten sich die Mücken danach prächtig - auch diese Folgen bekommen wir jetzt zu spüren.

Super Tipp: Was hilft gegen Mücken?

Übrigens: Nach Mücken zu schlagen ist erfolgreiches Mittel, sie zu vertreiben. Das sagen zumindest amerikanische Wissenschaftler. Die Erklärung dazu gibt es im Video.