Mondfinsternis 2018: Am 27. Juli gibt's die längste totale Finsternis des Jahrhunderts

Die totale Mondfinsternis
Die totale Mondfinsternis Das müssen Sie über heute Abend wissen 01:57

Mond und Mars in Rot

Zwei spektakuläre Himmelsereignisse sind heute Nacht zu bewundern: Eine sehr lange, totale Mondfinsternis - und der Mars so groß wie selten. Auf dieser Finsterniskarte können Sie nachschauen, wann die Mondfinsternis in ihrem Wohnort zu sehen ist. 

Beste Aussichten auf die Mondfinsternis

Viele Sternwarten, Planetarien, astronomische Vereine und Forschungsinstitute laden zum Beobachten des Spektakels ein. Aber auch ein einfacher Liegestuhl reicht aus, um die besonderen Ereignisse zu beobachten. Die Chancen, das Himmelsspektakel zu sehen, sind sehr gut, denn die Nacht wird für die meisten von uns sternenklar.

Optimale Bedingungen also für die längste Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts. Zumal auch die sehr warmen Temperaturen zum Draußensitzen einladen. Ein paar kompaktere Wolken sind nur im Südosten sowie zwischen der Eifel und dem Niederrhein nicht auszuschließen.

Wie eine Mondfinsternis entsteht und was Sie brauchen um das Spektakel zu beobachten, erfahren Sie im Video.

Diesmal ist die totale Mondfinsternis besonders lang

So stehen die Chancen, die totale Mondfinsternis beobachten zu können.
So stehen die Chancen, die totale Mondfinsternis beobachten zu können. © RTL Interactive

Gleich zwei besondere Konstellationen erhellen den Nachthimmel am 27. Juli in Deutschland - und das in einer lauen Freitagnacht mitten im Hochsommer. Der Mond taucht in den Erdschatten ein, es ist die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts. Wie diese Mondfinsternis vonstatten geht, erklären wir im Video.

Die totale Mondfinsternis ist diesmal besonders lang: Der Mond taucht für eine Stunde und 43 Minuten vollständig in den Erdschatten ein. Übertroffen wird diese Mondfinsternis-Dauer erst am 9. Juni 2123 - um zwei Minuten. In Deutschland geht der Mond am 27. Juli in München um 20.48 Uhr auf, in Hamburg um 21.16 Uhr - die Mondfinsternis hat dann schon begonnen und der Mond erscheint uns besonders dunkel und rot. 

Mars so nah wie selten

Das zweite Ereignis in dieser Nacht ist der Mars, er ist der Erde so nah wie selten. Die Mondfinsternis endet kurz nach Mitternacht, der Mars hingegen ist die ganze Nacht lang zu sehen.

Der als Roter Planet bekannte Mars ist weiter von der Sonne entfernt als die Erde. Anders als diese braucht er auf seiner Bahn nicht ein, sondern fast zwei Jahre, um die Sonne zu umrunden. Der Abstand vom Mars zur Sonne schwankt erheblich: An seinem sonnenfernsten Punkt ist er rund 250 Millionen Kilometer entfernt, am sonnennächsten nur etwas mehr als 200 Millionen Kilometer. Nur wenn der Mars der Sonne nahe steht und ihn die Erde auf der Innenbahn überholt, ist er am Himmel besonders hell und vergleichsweise groß zu sehen. Zu dieser speziellen Konstellation kommt es im Durchschnitt aber nur alle 15 Jahre, zuletzt 2003. Am 27. Juli ist der Mars nur etwa 58 Millionen Kilometer von der Erde entfernt - der Minimalabstand