Mit der Badehose ins antarktische Meer

Respekt vor der Strecke

Er gilt als bester Kalt-Wasser-Schwimmer und ist die Langstreckendistanz in allen fünf Ozeanen der Welt geschwommen. Die Rede ist vom britischen Umweltschützer und Extremsportler Lewis Pugh. Obwohl er reichlich Erfahrung auf ungewöhnlichen Strecken hat, hatte der Brite reichlich Respekt vor dem nun angegangenen Vorhaben. 

Der Heilige Gral des Schwimmsports

Der Extrem-Sportler schwamm für zehn Minuten in einem Gletschersee der Antarktis und bezeichnete es als die furchteinflössendste Strecke, die er je geschwommen ist. Immer im Hinterkopf, dass durch einen aufbrechenden Spalt im Gletscher, der See durch einen Sog leerläuft und ihn ins offene Meer spült. Und das solch ein erfahrener Schwimmer Respekt hat, bedeutet schon etwas. Ist der 50-Jährige doch der bisher einzige Langstreckenschwimmer, der den „Heiligen Gral“ des Schwimmsports geschafft hat. Dazu musste er Langstreckendistanzen in allen fünf Ozeanen der Welt absolvieren. Dazu zählten bei ihm folgende Strecken:

  • Atlantik: Durchquerung des Ärmelkanals (Atlantischer Ozean), 1992
  • Arktischer Ozean: Die Umrundung des nördlichsten Punktes von Spitzbergen, 2005
  • Südlicher Ozean: Durchquerung der Whaler’s Bay auf Deception Island, 2005
  • Indischer Ozean: Durchquerung der Nelson Mandela Bay, 2006
  • Pazifik: Von Manly Beach nach Sydney Heads zum Opernhaus in Sydney, 2006

Nur in Badehose und -kappe

Dabei ist er nicht im Neopren-Anzug unterwegs, sondern schwimmt in den lebensbedrohlichen Ozeanen nach den Regeln der Channel Swimming Association, nach der er nur in Badehose, Schwimmkappe und Schwimmbrille den Wettbewerb angehen darf.

Bei seinem aktuellen Unterfangen, ging es Pugh darum auf dringend notwendige Maßnahmen gegen die Erwärmung der Meere durch den Klimawandel aufmerksam zu machen und die Teilnehmer der UN-Klimawandel-Konferenz zum Handeln aufzufordern.