Mindestens neun Tote durch Unwetter in Ferienregion Toskana - Regenmassen auch in Kroatien

Monatelang fiel kein Tropfen Wasser. Dann brach über die Toskana und die Gegend von Rom ein heftiges Unwetter herein - mit schlimmen Folgen. Mindestens neun Menschen verloren ihr Leben. Danach zogen die Unwetter nach Istrien und Dalmatien in Kroatien weiter.

"Livorno wurde verwüstet"

"Livorno wurde verwüstet", twitterte Bürgermeister Filippo Nogarin. Schlamm und Wassermassen richteten schwere Schäden an. Laut Medienberichten kam eine Familie mit einem vierjährigen Kind im Untergeschoss ihrer Wohnung bei dem Unwetter ums Leben. Der Großvater habe noch ein anderes Kind der Familie gerettet, um dann in der Wohnung den anderen zur Hilfe zu kommen, wo er dann ebenfalls starb.

Überflutungen auch in Rom

Nach dem starken Regen wurden Autos mitgerissen, die Stadt stand teils unter Wasser. Bäche verwandelten sich in Flüsse. "So eine Situation hat man auf keinste Weise voraussehen können", so der Bürgermeister von Livorno. Der Zivilschutz hatte vorher für die Region Ligurien die höchste Warnstufe ausgerufen.

Auch in Rom, das seit Wochen von Wasserknappheit geplagt wurde, kamen am Sonntag Wassermassen vom Himmel und überschwemmten Straßen. U-Bahnlinien und Verkehrsachsen wurden gesperrt.

Kroatien: Schwere Unwetter setzen Zadar unter Wasser

Nach den Unwettern in Italien mit mehreren Toten gab es auch in Kroatien gigantische Wassermassen, die ganze Städte unter Wasser setzen. Am Sonntag wurden die beliebten Urlaubsorte Porec, Pazin und Rovinj in Istrien von enormen Regenfällen heimgesucht. Am Montag war Dalmatien an der Reihe. Besonders betroffen war hier die bei Urlaubern beliebte Adriastadt Zadar: Autos blieben stecken, Einkaufszentren wurden ebenso überschwemmt wie ein Krankenhaus und ein Friedhof. Außerdem waren viele Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten.