Kosmischer Aufprall auf der Erde

Meteorit in Norwegen - wo liegt der Millionen-Schatz?

Das am 6.11.2001 von der NASA veröffentlichte Foto vom November 2000 zeigt einen Meteoriten über dem US-Bundesstaat Washington. Er ist einer aus dem Leoniden-Sternschnuppenschwarm, der immer im November auftritt. Die Meteoriten kommen dabei scheinbar
Etwa so, wie dieser Meteorit aus dem Leoniden-Schwarm sah es aus, als der Himmelkörper am Himmel entdeckt wurde. © picture-alliance / dpa, epa afp Nasa

Meteoriten-Einschlag in Norwegen

Mit einem langen Feuerschweif ist am 5. Januar nördlich von Norwegens Hauptstadt Oslo ein Meteorit auf der Erde gelandet. Einwohner in der Umgebung des vermuteten Aufprallortes rund 120 Kilometer nördlich von Oslo, die das Ereignis am Himmel beobachteten, hätten laute Geräusche gehört und ein helles Licht gesehen. Das bis zu 2 Kilogramm schwere Meteoritenstück wird wohl schwer zu finden sein, da es in einem verschneiten Waldstück landete.

Kurz vorher gab es einen Erdrutsch in diesem Gebiet

Nach näheren Analysen könne nun abgeschätzt werden, dass der Himmelskörper ein halbes bis zwei Kilogramm schwer war und mit einer Geschwindigkeit von mehr als 50.000 Kilometern pro Stunde Richtung Boden raste, teilte die seismologische Forschungsstiftung Norsar am Montag mit. Das ist schneller als eine Rakete, die etwa 40.000 Km/h erreichen muss, um die Erdanziehungskraft zu überwinden und ein vielfaches der Geschwindigkeit einer Gewehrkugel, die bis zu 4000 Km/h schafft.

Der Meteorit schlug in der Nacht zum 5. Januar in der Nähe einer Messstation bei Løten rund 120 Kilometer nördlich von Oslo ein. Der Absturz geschah nicht weit von einem Gebiet entfernt, in dem es wenige Tage zuvor einen heftigen Erdrutsch gegeben hatte. So lag die Vermutung nahe, dass es sich um einen weiteren Abgang handele. Das geht aus norwegischen Medienberichten hervor.

Schwierige Suche nach dem Meteoriten

Meteorit
Dieser seltener Meteorit ist 2 Kilogramm schwer und 1,8 Millionen Euro Wert. Soviel bekam ein Indonesier für seinen Fund. © Facebook, Josua Hutagalung'

Das norwegische Meteoritennetzwerk (Norsk) hielt es für unwahrscheinlich, dass jemand den Meteorit findet. Schließlich ist der Himmelskörper in einem bewaldeten und verschneiten Gebiet herunter gekommen. Ähnlich äußerte sich auch Norsar-Direktorin Anne Lycke: „Es hätte Spaß gemacht, ihn zu finden“, wurde sie von Norsar auf Facebook zitiert, „aber es erfordert zuallererst Glück, um einen Meteoriten tief im Wald zu finden.“ Die Information ist vor allem deshalb interessant, da man mit einem Meteoritenfund teilweise sogar reich werden kann. Im November vergangenen Jahres hatte ein Indonesier 1,8 Millionen Dollar für einen Meteoriten erhalten, der in seinem Garten gelandet war. (mit dpa)

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