Mehr als 177.000 Blitze in einer Nacht: Gewitter ziehen über den Westen

Der Westen wurde zum Zentrum der Gewitter

- Großes Gewittersystem zieht über den Westen

- Mehr als 177.000 Blitze registriert

- Orkanartige Böen mit mehr als 100 km/h

- Zum Teil ordentliche Regenmengen

Koblenz besonders betroffen +++ Keine Meldungen über Tornados

Was für eine Nacht! Ein großes Gewittersystem ist am Mittwochabend von Frankreich aus über die Benelux-Staaten nach Deutschland gezogen - die Blitze zuckten wie wild am Himmel. Durch die westlichen Landesteile zogen mitunter schwere Gewitter durch und brachten insgesamt mehr als 177.000 Blitze sowie starke bis stürmische Böen. Die höchste Böe vermeldete die Insel Borkum mit 111 km/h. Außerdem fielen beispielsweise in Kleve (NRW) knapp 30 Liter Regen innerhalb einer Stunde.

Das Gewitter hatte am späten Abend Westdeutschland erreicht und vom Saarland bis in den Raum Kleve für anfangs orkanaritge Böen und Starkregen gesorgt. Auf seinem Weg nach Norden verlor es dann aber an Wucht und war am frühen Morgen größtenteils auf die Nordsee abgezogen. Größere Schäden, wie sie in der Nacht zuvor etwa ein Tornado in Bocholt angerichtet hatte, gab es in der Nacht zu Donnerstag laut ersten Mitteilungen nicht.

Die größten Störungen gab es im Raum Koblenz. Dort haben Gewitter und Starkregen Feuerwehr und Polizei in Atem gehalten. Es habe vor allem umgestürzte Bäume sowie Blitzeinschläge gegeben, teilte ein Sprecher der Polizei Koblenz am Donnerstagmorgen mit. Insgesamt habe es rund 20 wetterbedingte Einsätze mit Sachschäden gegeben. Im gesamten Bundesland blieb es ansonsten trotz des Starkregens aber ruhig.