Massenhaftes Zugvogel-Sterben wegen starker Winde in Griechenland

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Auf Leitungen rastende und fliegende Mehlschwalben hier auf ihrem Zug durch Griechenland. Tausende von ihnen sind wegen starker Höhenwinde auf dem Peloponnes verendet. © imago images/blickwinkel, M. Woike via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Die Tiere krachten auf Balkone und Straßen

Die Tierschutzorganisation Anima hat von einem unglaublichen Zugvogelsterben in Griechenland berichtet. Wegen außergewöhnlich starker Höhenwinde seien Tausende Schwalben und Mauersegler erschöpft auf die Erde gefallen und dort verendet. Wie der englische "Guardian" schreibt, wurden die Vögel in den Straßen von Athen und sogar auf Balkonen gefunden. 

Kein Durchkommen bei so starken Winden für die Vögel

Auch im Norden des Landes und auf den Ägäischen Inseln seien tote Vögel gefunden worden. "Das ist ein riesiges Desaster", zitiert der "Guardian" aus einer AFP-Meldung die Aktivistin Maria Ganoti. 

Schon in den vergangenen Tagen war auf einer der Hauptrouten für die Zugvögel wegen der Winde sozusagen kein Durchkommen. "Die Höhenwinde im Norden und über der Ägäis haben Tausende der kleinen Vögel tot ode verletzt zurückgelassen", sagte Ganoti.

Die griechische Ornithologen-Vereinigung teilte mit, dass besonders die Nacht vom 5. auf den 6. April wegen Wind, Regen und niedriger Temperaturen verheerend gewesen sei für die Vögel. 

​Die Tiere wurden durch die starken Winde von ihrem eigentlichen Kurs abgebracht. Sie versuchten, den Winden auszuweichen und flogen über das griechische Festland. Dort fielen aber viele von ihnen erschöpft zu Boden.