Mallorca empfängt ab 15. Juni über 10.000 deutsche Urlauber

20.05.2020, Spanien, Calvia: Der Strand von Paguera auf der spanischen Insel Mallorca ist leer. Einige spanische Provinzen dürfen in einer ersten Phase seit Ausbruch der Coronavirus (COVID-19) erste Sperrmaßnahmen lockern. Foto: Clara Margais/dpa +++
Insgesamt dürfen ab dem 15. Juni 6.000 deutsche Urlauber auf die Balearen © dpa, Clara Margais, hjb

Pilotprojekt als "Sicherheitstest" genehmigt

Nach zähen Verhandlungen über Wochen ist es nun amtlich: Schon ab nächstem Montag, den 15. Juni, dürfen die ersten deutschen Touristen wieder nach Mallorca. Insgesamt 10.900 Urlauber sollen im Rahmen eines jetzt genehmigten Pilotprojekts einreisen dürfen, verkündete die Regionalpräsidentin der Balearen, Francina Armengol, auf einer Pressekonferenz. Hier erfahren Sie, bei welchen Reiseveranstaltern die Spezialpakete gebucht werden können und wie viel sie kosten.

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Bedingungen für Touristenansturm sollen geprüft werden

Das Pilotprojekt auf den Balearen soll den Angaben zufolge dazu dienen, den Ernstfall - den erwarteten Touristenansturm nach Öffnung der Grenzen am 1. Juli - zu proben. Man wolle prüfen, ob die Sicherheitsvorkehrungen unter anderem an den Flughäfen und in den Hotels funktionieren, hieß es. Deutschland sei ausgewählt worden, weil die epidemiologische Lage dort sehr gut und ähnlich wie auf den Balearen sei. 

Die Urlauber müssten mindestens fünf Tage auf den Inseln bleiben und sich nach der Einreise nicht zunächst in Quarantäne begeben, wie es sonst bisher in Spanien bei Einreisen aus dem Ausland vorgeschrieben ist, so Armengol. Sollten Touristen Symptome einer Corona-Infektion aufweisen, würden sie getestet. Falls der Befund positiv sei, würde ihnen und ihrer Familie ein spezielles Quartier zugewiesen.

Auch Deutsche mit Zweitwohnsitz dürfen einreisen

Gesundheitsminister Iago Negueruela betonte zudem, es dürften auch Deutsche einreisen, die einen Zweitwohnsitz auf den Inseln besitzen. Die Menschen würden per Flugzeug nach und nach ins Land gelassen, die 10.900 Plätze demnach über die Fluggesellschaften kontrolliert. Wie Negueruela laut der „Mallorca Zeitung“ erklärte,  schicken die Airlines ihre Flugnummern mit der jeweiligen Auslastung an die Balearen-Regierung. "Sobald die 10.900 Passagiere erreicht sind, wird das Projekt gestoppt."

Diese Reiseveranstalter nehmen an dem Pilotprojekt teil:

  • TUI
  • DER Touristik
  • Schauinsland-Reisen

Auf Mallorca sollten die deutschen Urlauber an der Playa de Palma und in der Bucht von Alcúdia untergebracht werden. Von den 4.000 eingeplanten Touristen übernehme TUI die Hälfte, sagte ein Sprecher des Reiseveranstalters. Am 15. Juni sollen in Düsseldorf und Frankfurt am Main zwei Tuifly-Maschinen mit jeweils rund 180 Plätzen starten.

+++ Was die ersten deutschen Urlauber auf Mallorca erwartet, haben wir hier für Sie zusammengefasst +++

Das kostet die Pilot-Pauschalreise

TUI wird RTL-Informationen zufolge folgende Spezial-Pauschalreisen anbieten:

  • Eine Woche für 2 Personen mit Halbpension in einem RIU Hotel an der Playa de Palma – ab ca. 380 Euro pro Person
  • Eine Woche für 2 Personen mit All Inclusive in einem RIU Hotel an der Playa de Palma oder in Alcúdia – ab ca. 531 Euro pro Person

Von den anderen beiden Reiseveranstaltern bekam RTL folgende Informationen:

  • Die DER Touristik arbeite „mit Hochdruck daran, ihre Reisetätigkeit nach Mallorca wieder aufzunehmen“, so die Antwort auf unsere Nachfrage. Konkrete Details zum Startzeitpunkt oder möglichen Angeboten nannte der Reiseveranstalter noch nicht.
  • Bei Schauinsland-Reisen wolle man das Pilotprojekt nutzen, um zunächst mit Mitarbeitern in einem Hotel des Partners Iberostar die Sicherheit für Touristen zu prüfen. „Ab dem 27. Juni werden wir die ersten Gäste vor Ort begrüßen. Welche Voraussetzungen dafür genau erfüllt werden müssen, werden wir in den kommenden Tagen mit der Regierung der Balearen konkretisieren“, erklärt das Unternehmen auf RTL-Anfrage.

Kanaren wollen ähnliches Projekt starten

Auch die Kanarischen Inseln haben ein ähnliches Projekt vorgeschlagen, um den Umgang mit Touristen während der Corona-Pandemie zu testen. Bedingung sei allerdings ein obligatorischer Test auf das Virus im Herkunftsland, wie die Zeitung „Voz populi“ berichtet. Auch Madeira fordere, dass Touristen einen negativen Corona-Test vorweisen können, der maximal 72 Stunden vor der Reise durchgeführt wurde.

Das erwartet Sie in anderen Reiseländern

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