Malediven senden Hilferuf vom Meeresgrund

Malediven senden Hilferuf vom Meeresgrund

Die Regierung der Malediven hat mit einer symbolischen Kabinettssitzung auf dem Meeresboden auf die Gefahren des Klimawandels hingewiesen. Auf dem Grund einer Lagune in vier Metern Tiefe unterzeichneten Präsident Mohamed Nasheed und seine 13 Kabinettskollegen am Samstag in schwarzen Taucheranzügen einen Aufruf an die internationale Gemeinschaft zur weiteren Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Die Welt müsse gemeinsam gegen eine weitere Erderwärmung kämpfen. "Wenn die Malediven heute nicht gerettet werden können, glauben wir nicht, dass es eine große Chance für den Rest der Welt gibt", heißt es in dem Aufruf.

Das Tropenarchipel im Indischen Ozean ist mit am stärksten von einem Anstieg des Meeresspiegels bedroht. Nach UN-Prognosen wird die tiefliegende Inselgruppe bis zum Jahr 2100 zum größten Teil überflutet. Für ihre medienwirksame Demonstration haben Nasheed und sein Kabinett zwei Wochen lang einen Tauchkurs absolviert. Während der 30-minütigen Kabinettssitzung unter Wasser wurden sie von Profi-Tauchern unterstützt.