Magersucht-Challenge auf TikTok: Das sagt eine Psychologin dazu

Dünne Mädchen vergleichen ihre Körper

Junge Mädchen zeigen stolz ihre Size-Zero-Jeans in die Handykamera, umfassen ihre Arme und Beine mit einer Hand um zu zeigen, wie dünn sie sind. Im sozialen Netzwerk TikTok sorgt gerade eine Magersucht-Challenge für heftige Diskussionen. Wie Eltern und Jugendliche am besten mit den Videos umgehen sollten und welche Gefahren die Challenge birgt, sehen Sie im Video.

Plattform TikTok schon öfters in der Kritik

Schon zehntausende TikTok-User haben sich an der "Skinny Girl"-Challenge beteiligt. Die meisten Videos sind mit einem bestimmten Song unterlegt und tragen Hashtags wie #ed oder #edrecovery. "Ed" steht für "Eating Disorder", also Essstörung.

Tauchen auf Instagram oder Facebook Inhalte auf, die Magersucht und Essstörungen verharmlosen, werden diese gesperrt. TikTok aber sperrt die Videos nicht. Die chinesische Plattform stand schon öfters in der Kritik, politische Videos zu filtern und Daten zu sammeln. Videos zum Thema Magersucht werden aber wohl nicht herausgefiltert.

Ministerin Giffey will Kinder im Netz besser schützen

 Bundesfamilienministerin Franziska Giffey Gesetzesentwurf Jugendschutz im Netz
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat den neuen Gesetzesentwurf auf den Weg gebracht. © imago images/Emmanuele Contini, Emmanuele Contini via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Damit es Challenges wie der "Skinny Girl Check" nicht mehr ins Netz schaffen, hat Familienministerin Franziska Giffey jetzt einen neuen Gesetzesentwurf auf den Weg gebracht. Nach den Plänen der SPD-Politikerin sollen Plattformbetreiber, die in Deutschland mehr als eine Millionen Nutzer haben, sich zu Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche verpflichten. Kommen diese der Verpflichtung nicht nach, drohen Bußgelder bis zu fünf Millionen Euro.

Das können Eltern tun