Luftverschmutzung: Landwirtschaft verdreckt unsere Luft

Klima, Luftverschmutzung
Tierhaltung und Düngemittel verpesten unsere Luft © picture alliance / Eventpress/Sc, Eventpress/Stephan Schraps

Tierhaltung und Düngemittel verpesten unsere Luft

Es sind alarmierende Zahlen: Jährlich sterben etwa 3,3 Millionen Menschen weltweit vorzeitig an den Folgen von Luftverschmutzung. Die meisten Opfer stammen einer aktuellen Studie zufolge zwar aus Asien. Doch auch hierzulande ist die Luftverschmutzung ein echter Killer. 35.000 Deutsche sterben jedes Jahr an dreckiger Luft. Hauptverursacher ist die Landwirtschaft.

Bis 2050 könne sich die Zahl der Todesfälle verdoppeln, wenn nicht weitreichende Aktionen zur Verbesserung der Luftqualität ergriffen würden, schrieben kürzlich Forscher des Max-Planck-Instituts im Fachblatt 'Nature'.

Luftschadstoffe wie Ozon oder Feinstaub gelten schon lange als gesundheitsschädlich. Vor allem sehr kleine Partikel mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 Mikrometer (2,5 Tausendstel Millimeter) können tief in die Lunge eindringen und gesundheitliche Probleme hervorrufen, etwa Atemwegs- und Herz-Kreislauferkrankungen oder Lungenkrebs.

Knapp drei Viertel der Todesfälle durch Luftschadstoffe sind nach Forscherangaben auf Schlaganfälle und Herzinfarkte zurückzuführen. Die winzigen Partikel dringen über die Lunge womöglich sogar in die Blutgefäße ein.

In Europa, Russland, dem Osten der USA und in Ostasien stammten die meisten Feinstaubpartikel aus der Landwirtschaft. Vor allem aus der Tierhaltung und über den Einsatz von Düngemittel gelangten Vorläuferstoffe in die Luft, die zur Bildung von Feinstaub beitragen.

Deutschland belegt der Studie zufolge den 12. Platz in der Liste der Länder mit den meisten auf Luftverschmutzung zurückgehenden Todesfällen im Jahr 2010.