Lieferengpässe in vielen Branchen

Lieferengpässe bei beliebten Weihnachtsgeschenken: Das müssen Sie jetzt wissen!

Engpässe gefährden Weihnachtsgeschenke

Egal ob Ikea-Regale, Elektroartikel oder die Weihnachtsdekoration: In vielen Branchen kommt es derzeit zu Lieferengpässen. Der Grund: Der Schiffsverkehr von Waren ist auch durch Corona-Beschränkungen aus dem Rhythmus gekommen. Dadurch steigen die Lieferkosten, was sich auch auf die Preise an der Ladentheke auswirkt.

Was Verbraucher jetzt beachten müssen, damit an Weihnachten alle Geschenke pünktlich unter dem Baum liegen, sehen Sie im Video.

Beliebte Geschenke könnten auch teurer sein

Verteuerungen scheinen gerade voll im Trend zu liegen: Die Rohölpreise steigen zur Zeit und belasten damit alle Autofahrer an der Zapfsäule. Auch die Preise für Heizöl ziehen somit an. Gleichzeitig sind die Preise aller Waren für diesen September um 4,1% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Damit liegt die Verteuerungsrate auf einem Rekordhoch seit Jahrzehnten. Nun schließt sich dem Trend auch noch der Einzelhandel an. Und das könnte für die Kunden gerade zu Weihnachten teuer werden.

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Händler klagen über Leiferschwirigkeiten

Dass auch die Preise im Einzelhandel steigen, hat damit zu tun, dass das Angebot nicht hinter herkommt. Viele der Produkte, die wir einkaufen, werden in Asien produziert. Von dort kommen sie meistens per Schiff zu uns. Da genau dieser Schiffsverkehr gerade stockt, kommt es auch bei uns zu Engpässen.

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Fabian Hebel leitet einen Elektrofachhandel und beklagt sich bereits jetzt über Lieferverzögerungen. Deutlich schlimmer ist die Lage jedoch bei aktuellen Aufträgen: „Neubestellungen in manchen Produktgruppen haben Liefertermine zum Mai 2022.“

Im Einzelhandel kann gegenwärtig nicht jede Bestellung erfüllt werden. 74 Prozent der Einzelhändler klagten im September über entsprechende Probleme. Das geht aus einer Umfrage des ifo Instituts hervor. "Die Beschaffungsprobleme aus der Industrie sind nun auch hier angekommen", sagt der Leiter der ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. "Manches Weihnachtsgeschenk wird vielleicht nicht lieferbar sein oder teuer werden."

Feature Weihnachtsgeschenke: Geschenke liegen unter einem Tannenbaum, die weihnachtlich geschmückt ist. Foto: Wedel/Kirchner-Media
Damit am Weihnachtsabend unter dem Tannenbaum keine Enttäuschung wartet, sollten sich Verbraucher lieber früher als später um ihre Geschenke kümmern. © Wedel/Kirchner-Media

Besonders betroffene Branchen

Fahrradhandel

An erste Stelle der betroffenen Branchen steht der Fahrradhandel. Ausnahmslos alle befragten Unternehmen berichten von Problemen bei ihren Bestellungen.

Baumärkte

Auch 99 Prozent aller Baumärkte sind betroffen. Bei ihnen wie bei den Möbelhäusern bleiben die Nachfolgen von rasant steigenden Holzpreisen im ersten Halbjahr.

Elektronik

Auch Elektroteile wie Chips oder Halbleiter seien knapp. Dadurch sei nicht jedes Produkt sofort verfügbar, sagen 97 Prozent der Einzelhändler von Unterhaltungselektronik wie Fernsehern.

Noch seien seine Märkte und Lager ausreichend gefüllt, berichtet der Elektronikhändler MediaMarktSaturn. Allerdings hätten einige Lieferanten signalisiert, dass es - je nach Nachfrage - in den kommenden Monaten zu Engpässen bei der Verfügbarkeit von einzelnen Produkten kommen könnte. "Dazu könnten dann Smartphones, Tablets, Drucker, Geschirrspüler und Kühlgeräte gehören", sagte der Unternehmenssprecher der Nachrichtenagentur Reuters.

Wie Verbraucher nun sparen können

Ein Engpass jagt gerade den anderen. Dadurch ziehen auch die Preise an. Aber deswegen sind Schnäppchen noch lange nicht ausgestorben. Der Verbraucher-Experte Ron Perduss rät auf der Jagd nach Sonderangeboten Preissuchmaschinen zu benutzen, um Preise zu vergleichen.

Wer beim Shoppen am liebsten auf den besten Preis wartet, sollte darauf achten, „bei den Produkten, auf die man im Moment besonders ein Auge geworfen hat, einen Preisalarm zu stellen. Das heißt, man bekommt automatisch eine Nachricht, wenn der Preis fällt.“ Und dann kann man einfach zuschlagen.

Es sei auch ratsam, bei Online-Bestellungen genau auf die Lieferzeiten zu achten, nicht dass es am Ende unterm Baum die große Enttäuschung gibt.

Bei welchen Käufen Sie nun im Voraus handeln sollten, und bei welchen mit Entspannung zur Weihnachtszeit geblickt werden kann, erfahren Sie im oben im Video. (skn/reuters)