Lexikon: Wintersonnenwende und Winteranfang

Lexikon: Wintersonnenwende und Winteranfang
© dpa, Z1022 Patrick Pleul

Was ist die Wintersonnenwende?

Der kürzeste Tag des Jahres fällt in Deutschland auf den Tag der Wintersonnenwende, den 21. oder 22. Dezember, während der längste Tag auf die Sommersonnenwende, für gewöhnlich den 21. Juni, fällt. Würden wir im Norden Skandinaviens leben, würde uns das gar nicht auffallen, denn dort gibt es in bestimmten Jahresabschnitten Polarnacht und Polartag, in denen die Sonne nie auf- bzw. untergeht. In Deutschland hingegen liegt die astronomisch mögliche Sonnenscheindauer am 21. Dezember zwischen 7,2 Stunden an der dänischen Grenze und 8,5 Stunden im äußersten Süden.

Der astronomische Winteranfang fällt in diesem Jahr auf den 22. Dezember um 00:03 Uhr MEZ. Die Sonne hat dann ihren südlichsten Punkt erreicht und begibt sich wieder auf den Weg Richtung Norden. Die Wintersonnenwende fällt also immer auf den kalendarischen Winteranfang auf der Nordhalbkugel.

Der zeitigste Sonnenuntergang lag bereits um die Mitte des Monats. Auf der anderen Seite tritt der späteste Sonnenaufgang auch erst einige Tage nach der Wintersonnenwende ein, beispielsweise in Norddeutschland am 29. Dezember, im Süden sogar noch später. Der zeitliche Abstand zwischen Wintersonnenwende und dem frühesten Sonnenuntergang bzw. dem spätesten Sonnenaufgang hängt also zusätzlich von der geografischen Breite ab, auf der man sich befindet.

Quelle:

DWD und wetter.de