Lesestoff für Hach-Momente: DIESE Bücher haben uns total berührt

Buchjempfehlungen der RTL.de-Redaktion
Wir lieben Bücher! Sie auch? © iStockphoto, Anna Fotyma

Was in unseren Bücherregalen steht...

Brauchen Sie endlich mal wieder was Gutes zum Lesen? Wir hätten da ein paar Empfehlungen. Sie sind nicht so der Lese-Typ? Kein Problem, denn einige dieser berührenden Geschichten gibt es auch als Hörbuch.*   

Zum Schwelgen

"Noch so eine Tatsache über die Welt" von Brooke Davis
Traurig und schön zugleich: „Noch so eine Tatsache über die Welt" von Brooke Davis. © Amazon.de/Ullstein-Verlag

In den Hauptrollen: Millie Bird. Ein kleines Mädchen. Das ihren Vater an den Krebs verliert. Und von ihrer Mutter in einem Kaufhaus zurückgelassen wird.

Agatha. Eine alte Frau. Die das Haus seit dem Tod ihres Mannes nicht mehr verlässt.
​Und Karl. Ein noch älterer Mann. Der aus dem Altenheim abgehauen ist.

Ein Buch über den Tod, die Hoffnung, die Liebe. Könnte viel zu kitschig sein – ist es aber nicht. Es ist ein Roadmovie. Ein kleines philosophisches Wunderwerk mit so viel Herz. Poetisch, unfassbar schräg und einfach nur schaurig schön.

Für alle, die mal wieder ein Buch zuklappen und aus vollstem Herzen „HACH“ machen wollen.

Redakteurin Jette Kemna empfiehlt Noch so eine Tatsache über die Welt" von Brooke Davis*

Zum Nachdenken

Buch „The Hate U Give"
2018 wurde „The Hate U Give" mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. © Amazon.de/cbj

Das letzte Buch, das mich so richtig berührt hat, ist „The Hate U Give“ von Angie Thomas*. Es geht um die 16-jährige Schülerin Starr Carter, die in Garden Heights, einer fast ausschließlich schwarzen Nachbarschaft aufwächst. In dem sehr armen sozialen Brennpunkt in den USA ist der Alltag von Gang- und Drogenkriminalität geprägt. Um Starr und ihre beiden Brüder davor zu beschützen, den falschen Weg einzuschlagen, sparen ihre Eltern sich jeden hart verdienten Dollar ab und schicken die Kinder auf eine vorwiegend weiße Privatschule. Als Starr nach einer Party in Garden Heights mit ihrem Kindheitsfreund Khalil von einem weißen Polizisten angehalten wird,  kommt es zu einer Verwechslung und der unbewaffnete Teenager Khalil wird erschossen. Starr ist die einzige Zeugin.

Der Umschwung in plötzliche und scheinbar unmotivierte Polizeigewalt und der Strudel, der sich daraufhin für Starr und die schwarze Gemeinde auftut, kommt so plötzlich aber so realistisch, dass man sofort gepackt ist. Über Starr, die von sich selbst sagt, zwei Versionen ihrer selbst zu haben - einmal die Garden Heights Starr, die sich „nicht schwarz genug“ fühlt und einmal die Privatschul-Starr, die an der fast komplett weißen Schule versucht, möglichst angepasst zu sein -, wird der innere Konflikt über die Situation auf den Leser übertragen.

Wir bekommen hier zwar Schlagzeilen über Polizeigewalt an Schwarzen in den USA mit, aber irgendwie ist das immer so weit weg. Ich finde jedoch, dass das Buch auch hier relevant ist, weil es zeigt, wie schnell eine Atmosphäre aus Angst und Misstrauen gegenüber dem Fremden eskalieren kann. Im Buch wird weder das Bild des Stereotypen schwarzen Drogendealers propagiert, der es nicht anders verdient hat, noch das des rassistischen Polizisten, der seine Macht ausspielen will. Die Probleme sitzen tiefer, die Wurzel liegt in der Armut und Benachteiligung aller in Garden Heights (oder ähnlichen Brennpunkten) lebenden Jugendlichen, deren einziger Ausweg aus der Armut oft in Drogen und Verbrechen zu finden scheint.

Redakteurin Katharina Meyer empfiehlt „The Hate U Give“ von Angie Thomas*

Zum Umdenken

"The Big Five for Life" von John Strelecky
John Streleckys Buch „The Big Five for Life" ist nicht neu, aber es bringt einen neuen Blick auf das Leben. © Amazon.de/dtv, Priggemeier, Sebastian [RTL interactive]

Seitdem ich Papa bin, ist Lesen für mich Luxus. Das Problem: Keine Zeit. Aber das kennen wir wahrscheinlich alle. Und genau da setzt auch das Buch an, das mich neulich völlig gepackt hat: „The Big Five for Life – Was wirklich zählt im Leben“ von John Strelecky (er hat auch den Bestseller „Das Café am Rande der Welt“* geschrieben).

Wie verbringen wir eigentlich unser Leben? Aufstehen, anziehen, zur Arbeit gehen, acht Stunden absitzen, nach Hause fahren, schlafen, aufstehen, weitermachen. So geht es MIR natürlich nicht, sondern Joe – einem unzufriedenen Angestellten, der eines Tages in der S-Bahn den erfolgreichen Unternehmer Thomas kennenlernt.

Thomas stellt nur Menschen ein, die wissen, welche fünf Ziele sie im Leben erreichen möchten und was ihr „Zweck der Existenz“ ist. Joe gerät ins Grübeln, der Leser auch. Irgendwann zückt jeder einen Zettel und einen Stift und schreibt seine fünf Lebensziele auf. Wie es dann weitergeht, bestimmen wir alle selbst. Jeden Tag. Der wichtigste Tipp, den Joe und ich von Thomas mitgenommen haben: Sammle Momente und schöne Erlebnisse, damit am Ende tolle Bilder im Museum deines Lebens hängen, nicht nur grauer Arbeitsalltag. Ein guter Ansatz, wie ich finde. Denn ganz ehrlich: Wir haben doch alle viel zu wenig Zeit, oder? Nicht nur zum Lesen.

Redakteur Sebastian Priggemeier empfiehlt The Big Five for Life" von John Strelecky*
Hier geht's zur Hörbuch-Variante*

Alle, die lieber hören als lesen, sollten es mal mit Hörbüchern probieren. Für einen Audible-Probemonat bekommen Sie ein Gratis-Hörbuch Ihrer Wahl*. Und das dürfen Sie auf jeden Fall behalten, auch wenn Sie das Abo nach 30 Tagen wieder kündigen.  

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