Bedrohliche Worte: Klimawandel nicht mehr zu verhindern

Legendärer Tierfilmer Sir David Attenborough über Klimawandel: Haben sicheren Pfad verlassen

Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, sieht sich bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats zum Thema Klima und Sicherheit eine Videoansprache von Sir David Attenborough an.
Sir David Attenborough spricht bei einer Online-Sitzung des UN-Sicherheitsrates zu Boris Johnson. Klimawandel und Konflikte sowie Flucht stehen in enger Verbindung. © dpa, Stefan Rousseau, vhm alf

Tierfilm-Ikone Attenborough (94): "Es gibt keinen Weg zurück"

Bei solchen Worten muss man schon schlucken: „Wir haben die stabile und sichere Klimaperiode, die unsere Zivilisationen hervorgebracht hat, schon verlassen. Es gibt keinen Weg zurück - egal was wir machen, es ist zu spät, um den Klimawandel zu verhindern, und die Ärmsten und Verletzlichsten, die mit der wenigsten Sicherheit, werden auf jeden Fall leiden.“

Diese Worte stammen vom wohl berühmtesten Tierfilmer der Welt – Sir David Attenborough.

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"Der Kollaps von allem, was uns Sicherheit gibt"

Ausgesprochen hat sie der britische Naturforscher und Tierfilm-Legende vor dem UN-Sicherheitsrat. Dort warnte der 94-Jährige, der immer noch bei erstaunlich klarem Verstand ist, mit drastischen Worten vor den Gefahren durch die Erderwärmung.

„Der Klimawandel ist die größte Gefahr für die Sicherheit, mit der Menschen in der modernen Zeit je konfrontiert waren“, sagte Attenborough bei einer Online-Sitzung des Sicherheitsrates.

Wenn einfach so weitergemacht werde wie derzeit, werde die Welt konfrontiert mit dem „Kollaps von allem, was uns Sicherheit gibt“, sagte Attenborough weiter.

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Migration und Flucht in enger Verbindung zum Klimawandel

Sir David Attenborough Auge in Auge mit einer australischen Riesenechse.
Sir David Attenborough ist wohl der berühmteste Tierfilmer der Welt. © imago images/Nature Picture Library, Miles Barton, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Wenn gehandelt werde, sei aber auch ein „neuer stabiler Status“ möglich. Neben anderen forderten bei dem Online-Treffen auch UN-Chef António Guterres, der britische Premierminister Boris Johnson und Bundesaußenminister Heiko Maas mehr Engagement gegen den Klimawandel.

Die Politiker sprachen bei der Sitzung über die Konsequenzen des Klimawandels für die Sicherheit der Menschen. Je mehr Land durch den Klimawandel verloren geht, umso höher ist das Potenzial für neue Konflikte auf der Erde. Migration und Flucht stehen so in enger Verbindung zum Klimawandel.

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