Tödliche Strahlung aus dem Weltraum

Leben auf dem Mars: Hoffnungsvoller Fund in Daten von Rover Curiosity

Mars hat kein Magnetschild

Wir nähern uns dem Leben auf dem Mars in kleinen Schritten an, doch es gibt ein Hauptproblem, das es noch zu bewältigen gilt. Der Mars ist aufgrund seines fehlenden Magnetschildes den Strahlen aus dem Weltraum schutzlos ausgesetzt und dementsprechend menschliche Kolonisten. Nun hat ein Team von Wissenschaftlern möglicherweise eine Lösung gefunden.

Mars-Rover Curiosity zeichnet Strahlung auf

Leben auf dem Mars, Astronaut, Sonne, Strahlung aus dem Weltraum
Bevor wir auf den Mars leben können, müssen wir eine Lösung gegen die tödliche Strahlung, die auf die Oberfläche des Mars gelangt, gefunden haben. © iStockphoto, gremlin

Wie wichtig die Missionen der Mars-Rover Curiosity, Perseverance und Zhurong zeigt sich immer mit etwas Verzögerung. Zu zahlreich sind die Daten, die die Rover an die Erde zurücksenden. Obwohl der Rover Curiosity schon seit 2012 aktiv ist, freut sich die NASA, dass das Gefährt weiter Daten sammelt. Zumal der Rover auch an einer anderen Stelle fährt als Perseverance und so andere Informationen gesammelt werden können. Während einer Pause von 13 Sols (etwa 13,4 Tage) in den Murray Buttes, wo sich der Rover bis Anfang 2020 aufhielt, zeichneten die Geräte weiter auf. So auch das RAD (Radiation Assessment Detector).

Das Gerät zeichnet die ankommende Strahlung auf, die auf den Mars gelangt. Es wurde extra dafür gebaut, um festzustellen, welche Art und Menge an Strahlungen ein Mensch auf der Oberfläche des Roten Planeten ausgesetzt wird. Das gilt nicht nur für die gefährliche Sonnenstrahlung auf dem Mars, sondern für jegliche weitere Strahlung, die aus dem Weltraum ankommt.

Erhöhter Albedo-Effekt des Mars-Gesteins

Mars Rover Curiosity, Murray Buttes, Mount Sharp Aeolis Mons
Ein Blick aus der Mast-Kamera des Curiosity Rovers zeigt die fein strukturierteren Felsen der Murray Buttes.am Mount Sharp. © NASA/JPL-Caltech/MSSS

RAD verzeichnete, als Curiosity parkte, rund 5 Prozent weniger Strahlung auf. Warum das so war, hatten die Wissenschaftler schnell erörtert. Schließlich stand der Rover im Schatten der Murray Buttes. Dies ist eine Bergformation am Mount Sharp (Aeolis Mons), die aufgrund der Härte seines Gesteins der Witterung nicht so stark ausgesetzt ist, wie die Umgebung. Man nennt eine solche Bergformation auch Härtling. Dort erreichte weniger Strahlung den Rover. Das klingt zwar wenig spektakulär, da es auf der Erde im Schatten der Berge auch weniger UV-Strahlung gibt.

Allerdings scheint der Felsen auch die Albedo zu beeinflussen. Die Albedo ist ist die Rückstrahlfähigkeit einer Oberfläche. Sonnenstrahlen prallen beispielsweise auf der Erde auf und werden zurückgestrahlt. RAD stellte nun fest, dass das Gestein der Murray Buttes die Strahlungsintensität erhöht. Dasselbe Gestein, das vor Strahlung schützt, erhöhte sie also auch.

Was bedeutet das für Menschen auf dem Mars?

This self-portrait of NASA's Mars Curiosity rover is shown in this NASA handout composite image released May 30, 2013. The NASA rover Curiosity survived its daredevil landing on Mars one year ago Tuesday and went on to discover that the planet most l
Der Mars-Rover Curiosity hat für die NASA eine große Bedeutung. © Reuters, NASA

Für Astronauten, die sich auf dem Mars aufhalten, bleibt es unerlässlich, dass ein Unterschlupf sie vor der kosmischen Strahlung schützt. Das Gestein könnte dabei helfen etwas zu bauen. Vielleicht kann auch die abgestrahlte Energie genutzt oder gespeichert werden. Die sinnvolle Ressourcennutzung wird ein großes Thema werden auf einem Planeten, der nach bisherigen Erkenntnisstand nicht viel davon zu bieten hat.

Zu wissen, welche Einflüsse dazu beitragen, Astronauten weniger Strahlung auszusetzen, wird in künftigen Marsmissionen berücksichtigt werden. Das untersuchte Gestein des Murray Buttes könnte dafür ein Schlüsselelement sein. Die Pause des Curiosity-Rovers hat also bereits zum Gelingen einer bemannten Marsmission beigetragen.

Unsere Wettertrends und Themenseiten

Sollten Sie Interesse an weiteren Wetter-, Klima- und Wissenschaftsthemenhaben, sind Sie bei wetter.de bestens aufgehoben. Besonders ans Herz legen,können wir Ihnen auch den 7-Tage-Wettertrend mit der Wetterprognose für die kommende Woche. Dieser wird täglich aktualisiert. Falls Sie weiter in die Zukunft schauen möchten, ist der 42-Tage-Wettertrend eine Option. Dort schauen wir uns an, was auf uns in den kommenden Wochen zukommt. Vielleicht interessiert Sie eher wie sich das Klima in den vergangenen Monaten verhalten hat und wie die Prognose für das restliche Jahr aussieht. Dafür haben wir unseren Klimatrend für Deutschland.

Damit Sie auch unterwegs kein Wetter mehr verpassen, empfehlen wir unsere wetter.de-App für Apple- und Android-Geräte.

Wüstenstaat Deutschland - Die TVNOW-Doku um Online Stream

(kfb)