Lawinengefahr! Schnee in den Alpen kommt dieses Jahr zu früh

Ergiebige Schneefälle seit Ende Oktober

Der Winter hat in den Alpen früh begonnen. Seit Ende Oktober sind beträchtliche Schneemengen gefallen. So früh wie selten in den letzten Jahren und etliche Skifahrer schwingen sich bereits auf ihre Bretter.

Allerdings sind viele Pisten noch gar nicht geöffnet. Auch der Lawinenwarndienst arbeitet oft noch nicht in vollem Umfang.

Daraus resultiert eine große Gefahr. Abseits der offiziell eröffneten Pisten kann niemand Sicherheit gewährleisten. Eine Lawine im Ötztal hat bereits zwei Menschenleben gefordert (mehr dazu im Video).

Traumhafter Sonnenschein lässt einen die Gefahr vergessen

Das verführerische ist: Der üppig gefallene Neuschnee wird zwischenzeitlich von ungetrübter Sonne beschienen. Auf den ersten Blick scheinen es optimale Skibedingungen zu sein. Verständlich, dass es Skifahrer da in den Fingern juckt. Aber die Schneedecke ist teils instabil. Wintersportler können leicht Schneebretter und Lawinen auslösen.

Früh - aber nicht außergewöhnlich

Vergleichbar frühe Schneefälle gibt es immer wieder. Im Herbst 2016 gab es bereits im Oktober die ersten Lawinenunfälle.

Die kommenden Tage bringen noch mehr Flocken - und neue Gefahren. Bei wechselnder Schneefallgrenze können sich gefährliche Schichten aus Eis und Schnee bilden. Dies betrifft besonders die Südalpen auf einer Höhe von 1500 bis 2000 Meter.

Normaler Skibetrieb ab Ende November

Ab Ende November arbeiten die Lawinenwarndienste wieder in vollem Umfang, die Pisten sind offiziell eröffnet und abgesichert, und der Skibetrieb läuft routiniert. Aber auch dann bleibt es dabei: Abseits der Pisten besteht Gefahr für Leib und Leben.