In einer deutschen Region ist es besonders gefährlich

Immer mehr Neuschnee - die tödliche Lawinengefahr steigt

Schnee und offene Skilifte mit 2G-Regel - Berge, wir kommen!

12.01.2009, Österreich, Wildkogel: Ein Schild warnt im Skigebiet auf dem Wildkogel bei Neukirchen im Bundesland Salzburg in den Alpen in Österreich vor Lawinengefahr. Im Hintergrund das Massiv des Großvenedigers. (zu dpa "Sechs Schüler aus Deutschlan
Lawinen-Warnschild auf dem Wildkogel

Die Alpen versinken im Schnee, am Wochenende öffnen weitere Skilifte. Dort gilt die 2G-Regel. Beste Bedingungen also für Wintersport-Fans, sich auf den Weg in die Berge zu machen. Aber stop! Besonders in einer Region ist dabei Vorsicht geboten.

Aktuelle Lawinen-Warnstufen im Allgäu

Skipisten, wo sich alle tummeln, ist für viele nicht Herausforderung genug. Das Abenteuer lockt dagegen abseits der Pisten. Vor allem im Allgäu ist da aber jetzt Vorsicht angesagt. Der Lawinenwarndienst stuft die Gefahr durch Lawinen in der Region oberhalb der Waldgrenze als groß ein (Warnstufe vier von fünf), in niedrigeren Lagen als erheblich (Warnstufe drei).

Die Lawinenwarnstufen 1 bis 5 und die Lawinen-Notfallausrüstung

Erklärgrafik zu Lawinentypen, Entstehung von Lawinen, Gefahrenstufen und Notfallausrüstung; Hochformat 160 x 230 mm, Grafik: M. Hirsch/A. Brühl, Redaktion: M. Beils/A. Stober
Der Lawinenwarndienst stuft die Gefahr durch Lawinen in gering, mäßig, erheblich, groß und sehr groß ein.

Triebschnee ist das Hauptproblem

Auch wegen bis zu 70 Zentimeter Neuschnee in den vergangenen Tagen könnten sich dort große Lawinen von selbst lösen, teilte der Warndienst mit. Auf dem Nebelhorn bei Oberstdorf liegen aktuell 212 Meter Schnee. Hauptproblem im Allgäu sei aber der Triebschnee, der durch Verwehungen entstehe.

Diese Ablagerungen sind eigentlich gut erkennbar. Allerdings können sie durch Neuschnee überlagert werden, denn es schneit im Alpenraum noch weiter, während im Nordwesten schon milde 7 Grad verdächtig auf das Ende des Schnee-Intermezzos hinweisen.

Unterschiedliche Lawinenarten und ihre Besonderheiten

Erklärgrafik: Lawinentypen, Entstehung von Lawinen, Gefahrenstufen; Hochformat 160 x 200 mm; Grafik: A. Brühl/S. Scheffer/J. Reschke, Redaktion: M. Beils/A. Stober/J. Schneider
Welcher Lawinen-Typ es auch ist: Wenn Schnee in Bewegung gerät, wird er zur tödlichen Gefahr.

1. Lockerschneelawine

• löst sich nach ausgiebigen Schneefällen, vor allem unter Felswänden und in Steilhängen
• beginnt an einem Punkt und breitet sich kegelförmig aus

2. Staublawine

• löst sich bei viel trockenem Schnee und langer steiler Sturzbahn
• Gemisch aus Schnee und Luft, bis 300 km/h schnell, mit immenser Staubentwicklung

3. Schneebrettlawine

• wird häufig von Menschen ausgelöst
• kompakte Schneetafel rutscht ab
• scharfe Anrisskante
• große Gefahr, mitgerissen und verschüttet zu werden

4. Nassschneelawine

• löst sich vor allem bei Tauwetter im Frühling: durchnässter Schnee rutscht ab und reißt oft bis auf den Untergrund alles mit

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(ctr)