Lawine in Österreich: 90 Minuten unter der Lawine überlebt

Lawine Österreich
Die Bergrettung ist am 19.01.2015 in St. Anton am Arlberg nach einem Lawinenabgang im Einsatz. Eine Lawine hat eine Gruppe von Skifahrern aus Deutschland erfasst und mitgerissen. Zwei von ihnen kamen bei dem Unfall am Arlberg ums Leben. © dpa, ZEITUNGSFOTO.AT

Lawine verschüttet deutschen Skifahrer: Rettung am Arlberg in zwei Metern Tiefe

Ein Skifahrer aus Deutschland hat dank äußerst glücklicher Umstände einen Lawinenabgang am Arlberg in Österreich überlebt.

Der Mann hatte am Mittwoch außerhalb der Piste die Lawine selbst losgetreten und war verschüttet worden, berichtete die Polizei. 50 Retter, unterstützt von zwei Helikoptern, fanden den etwa 35-Jährigen erst nach eineinhalb Stunden in zwei Metern Tiefe und konnten kaum glauben, dass sie den Mann noch lebend fanden. Die Überlebenschance ist dabei normalerweise sehr gering. "Er muss eine gute Atemhöhle und sehr viel Glück gehabt haben", sagte ein Sprecher der Polizei. Normalerweise erstickten Opfer sehr schnell im Lawinenkegel, wo selbst Pulverschnee zu einer betonharten Masse werde. Der Skifahrer war zwar mit einem Gerät ausgestattet, das die Suche des Opfers unter einer Lawine erleichtern soll, allerdings war es außer Betrieb. "Die Batterien waren leer", so die Polizei.

Nach der äußerst glücklichen Bergung eines deutschen Skifahrers aus einer Lawine in Österreich geht es dem 34-Jährigen gut. "Er hat nur eine starke Unterkühlung und eine Lungenprellung erlitten und wird wohl bald aus dem Krankenhaus entlassen", sagte ein Sprecher der Polizei in Lech "Er hatte unvorstellbares Glück, dass in der Sturzbahn weder Bäume noch Felsen waren", sagte der Polizeisprecher.

Lawinenwarnungen der einzelnen Länder