Last-Minute-Reisen: Günstig Urlaub buchen mit diesen Tipps

Last-Minute-Reisen: Günstig Urlaub buchen mit diesen Tipps
© dpa, Friedel Gierth

Last-Minute-Reisen sind nicht automatisch billiger

Von wegen Geld sparen per Last-Minute-Reisen. Laut Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen werden häufig reguläre Katalogangebote als Schnäppchen verkauft. So erkennen Sie, was wirklich günstig ist - und was glatter Betrug!

Viele suchen mittlerweile mit einem gezielten Klick auf den "Last Minute"-Button nach Ihrer Reise. Die wenigsten vergleichen jedoch, ob der Trip regulär überhaupt teurer gewesen wäre. Wer möglichst günstig verreisen will, kommt jedoch um einen genauen Preisvergleich der einzelnen Leistungen nicht herum.

Folgende Voraussetzungen sollte der Reiseanbieter erfüllen:

Mit dem verführerischen Zusatz "Last Minute" darf ein Reiseanbieter nur werben, wenn der Trip nicht länger als 14 Tage vor Reisebeginn gebucht werden kann und das Angebot günstiger ist als der reguläre Preis. Alles andere ist laut gültiger Rechtsprechung Etikettenschwindel. Ansonsten haben Last-Minute-Bucher die gleichen Rechte wie Urlauber, die eine Reise länger im Voraus gebucht habt. Somit dürfen auch Beanstandungen reklamiert werden, wenn das Angebot nicht den Vereinbarungen entspricht. Im Falle höherer Gewalt kann der Reisevertrag auch gekündigt werden.

Worauf Sie achten sollten

Generell sollten Urlauber Angebote mit der genauen Beschreibung der einzelnen Reisekomponenten bevorzugen. Bei vielen Last-Minute-Reisen werden nämlich nur die Eckdaten wie Zielort, Kategorie der Unterkunft und Art der Verpflegung angegeben.

Je mehr Details bekannt sind, desto leichter kann am Urlaubsort beurteilt werden, ob die Versprechungen auch erfüllt werden. So sagt die Bezeichnung "Vier-Sterne-Hotel" zum Beispiel nicht unbedingt etwas über Größe und Lage der Zimmer, Sportmöglichkeiten und Vorhandensein eines beheizten Swimmingpools aus. Individuelle Wünsche sollten deshalb bei der Buchung formuliert und im Reisevertrag festgehalten werden.

Zu jeder Last-Minute-Reise gehört eine Versicherung gegen Veranstalterpleiten. Zum Nachweis gibt es den so genannten Sicherungsschein. Dieser sollte aber nur dann bezahlt werden, wenn der Sicherungsschein auch ausgehändigt wird. Der entsprechende Nachweis ist auf der Rückseite der Reisebestätigung zu finden oder dem Schreiben seperat beigefügt.

Der Reiseveranstalter braucht nur dann keine Reisebestätigung auszustellen, wenn der Urlaub weniger als sieben Werktage vor der Abreise gebucht wird. Dann müssen auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht übermittelt werden. Die Firma kann die Reiseunterlagen auch erst direkt vor der Abreise aushändigen, etwa am Flughafen. Urlauber haben jedoch definitiv das Recht auf Informationen darüber, was im Fall von Beanstandungen zu tun ist und an wen Sie sich gegebenenfalls wenden können.