Seit mehr als 85 Tagen aktiv

Vulkan auf La Palma brodelt sich in die Geschichtsbücher

Vulkanausbruch von historischer Bedeutung

Der namenlose Vulkan auf La Palma hat sich einen Platz in den Geschichtsbüchern gesichert. Der Feuerberg in der Bergkette von Cumbre Vieja gilt seit Sonntag als der am längsten aktive Vulkan auf den kanarischen Inseln. Ein Ende des Lava- und Staubausstoßes ist derweil noch nicht in Sicht.

Längster Vulkanausbruch auf den kanarischen Inseln

News Themen der Woche KW49 News Bilder des Tages Lava continues flowing from the Cumbre Vieja volcano in La Palma, Canary Islands, Spain, late 08 December 2021 issued 09 December 2021. The volcano continues active since it s eruption started 19 Septe
Der Vulkan in der Bergkette Cumbre Vieja auf La Palma ist der aktivste in der Geschichte der kanarischen Inseln.

Mit einer Dauer von inzwischen 85 Tagen ist der Vulkanausbruch auf La Palma seit Sonntag der längste in der bekannten Geschichte der spanischen Kanareninsel. Bisher galt der Ausbruch des Vulkans Tehuya im Jahre 1585 mit 84 Tagen als der längste auf der Atlantikinsel vor der Westküste Afrikas. Über frühere Ausbrüche liegen keine verlässlichen Daten vor. Die Aktivität des noch namenlosen Vulkans in der Cumbre Vieja hat in den vergangenen Tagen zwar etwas abgenommen, aber Vulkanologen wagten weiter keine Prognose, wann er enden könnte. „Die Indikatoren weisen auf eine Verlangsamung hin. Die beste Nachricht ist, dass sie stabil sind“, sagte der Präsident des Inselrates, Mariano Hernández Zapata, dem staatlichen TV-Sender RTVE.

Vulkan zerstört 2.900 Gebäude auf La Palma

In den knapp drei Monaten seit Beginn des Ausbruchs hat die mehr als 1.000 Grad heiße Lava fast 2.900 Wohnhäuser und andere Bauten zerstört, wie RTVE berichtete. Knapp 1.200 Hektar wurden von einer meterdicken Lavaschicht bedeckt. Das entspricht fast 1.700 Fußballfeldern. Mehr als 7.000 Bewohner mussten evakuiert werden, die Schäden werden auf mehr als 900 Millionen Euro geschätzt. Vor der Küste entstanden durch erkaltete Lava zwei neue Landzungen mit einer Größe von zusammen etwa 50 Hektar.

Schwer betroffen wurde vor allem der für die Insel immens wichtige Bananenanbau, von dem etwa die Hälfte der etwa 85.000 Einwohner direkt oder indirekt lebt und der sich schon vor dem Vulkanausbruch in der Krise befand. 225 Hektar Bananenplantagen wurden zerstört, weitere Flächen stark beeinträchtigt, schrieb die Zeitung „El País“. Auch der Tourismussektor beklagt Verluste.

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(dpa/kfb)