Kritischer Damm in Ratingen: Die größte Gefahr ist gebannt

Ein Wasserrückhaltebecken wird am 19.12.2017 in einem Waldstück bei Ratingen (Nordrhein-Westfalen) vom Technischen Hilfswerk (THW) leergepumpt.
Ursache für den drohenden Dammbruch gefunden: Das Ablaufrohr ist gebrochen. © dpa, Roland Weihrauch, rwe cul

Damm ist "vollgesogen wie ein Schwamm"

Die größte Gefahr am Damm in Ratingen ist gebannt. Durch den Einsatz von Hochleistungspumpen sei der Wasserspiegel des Regenrückhaltebeckens um 240 Zentimeter abgesenkt und der Druck auf den Damm verringert worden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Der Damm könne allerdings weiterhin aufbrechen, da er "mit Wasser vollgesogen wie ein Schwamm" sei.

Wohnhäuser und Gewerbegebiet noch nicht ganz außer Gefahr

Die Feuerwehr und das THW wegen des drohenden Dammbruchs im Dauereinsatz.
Die Feuerwehr und das THW (Technisches Hilfswerk) sind wegen des drohenden Dammbruchs im Dauereinsatz. © dpa, FrM

Die Ursache für den drohenden Dammbruch ist nun auch gefunden. Das Ablaufrohr aus dem Teich ist gebrochen, teilte die Feuerwehr mit. Deshalb kann das Wasser nicht mehr aus dem Becken abfließen.  Ein Tiefbauunternehmen versucht jetzt, die Bruchstelle freizulegen und das Rohr abzudichten. Wenn das gelinge, könne das Wasser wieder auf dem vorgesehen Weg abgeleitet werden, so der Feuerwehrsprecher. Bis dahin wird das Wasser weiter von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk abgepumpt. Wie lange die Arbeiten dauern werden, sei derzeit nicht abzusehen. 

Feuerwehr und THW sind seit Montagabend im Stadtteil Hösel im Dauereinsatz. Nach heftigen Regenfällen hatten die Einsatzkräfte einen Dammbruch befürchtet. Von den Wassermassen wären tiefer gelegene Wohnhäuser und ein Gewerbegebiet betroffen gewesen.