Krasser Wintereinbruch in Frankreich und Spanien

Ein heftiger Wintereinbruch hat Teile Frankreichs ins Chaos gestürzt. Gute 195.000 Haushalte sind ohne Strom, mehr als 1.000 Menschen mussten die Nacht wegen heftigen Schneefalls in Notunterkünften verbringen. Zeitweise steckten mehr als 800 Autos auf blockierten Regionalstraßen fest, wie die Departements Haute-Loire und Loire mitteilten.

Oft kamen die Räumfahrzeuge nur schwer durch, weil Autofahrer ihre Wagen verlassen und Lastwagenfahrer Fahrverbote für Gebirgsstraßen ignoriert hatten. Auf mehreren Bahnstrecken in der Region Lyon war kein Zugverkehr möglich, meldete die französische Bahn.

Landesweit galt am Dienstagmorgen noch eine Unwetterwarnung für 17 Departements, insbesondere wegen Eis und Schnee. In Südfrankreich warnten die Behörden vor heftigem Regen und Überschwemmungen.

Menorca leidet unter Tornado-Folgen

29.10.2018, Spanien, Rocesvalles: Ein Schneepflug reinigt eine schneebedeckte Straße. Die Behörden sagen für diese Woche starke Schneefälle und extrem niedrige Temperaturen in Nordspanien voraus. Foto: Alvaro Barrientos/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Spanien: Viele Straßen und Autobahnen waren in Asturien und Galicien wegen des Schnees weiterhin unbefahrbar. © dpa, Alvaro Barrientos, nwi

Auch in Spanien hat das Wetter zugeschlagen. Auf Menorca wütete bereits am Wochenende ein Tornado, rund 30.000 Haushalte sind weiterhin ohne Strom. Im Nordwesten Spaniens sorgten arktische Luftmassen seit dem Wochenende für einen ungewöhnlich frühen Wintereinbruch und weiße Landschaften. Für Dienstag rief der staatliche Wetterdienst Aemet für 24 der 50 Provinzen des Landes die Alarmstufe Orange oder Gelb aus.