Zusatzbeitrag steigt um 0,3 Prozent

Krankenkassenbeträge steigen: Lauterbach kündigt Erhöhung der Zusatzbeiträge an

 Lauterbach zur Coronal-Lage im Sommer 2022-06-17, Deutschland, Berlin. Bundespressekonferenz zur Corona-Lage im Sommer. Im Bild Karl Lauterbach SPD, Bundesgesundheitsminister. *** Lauterbach to the Coronal situation in the summer 2022 06 17, Germany
Lauterbach zur Coronal-Lage im Sommer 2022-06-17, Deutschland, Berlin. Bundespressekonferenz zur Corona-Lage im Sommer.

Es wird teurer! Die gesetzlich Krankenversicherten werden ab 2023 mehr für ihre Beiträge zahlen müssen. Der Zusatzbeitrag wird deutlich steigen, kündigte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach an. Der Betrag werden um 0,3 Prozent angehoben. Der Beitrag der gesetzlichen Krankenversicherung war demnach noch nie so hoch.

Krankenkasse: Es wird teurer, aber es gebe keine Leistungskürzungen

Die über 57 Millionen Mitglieder der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) müssen ab 2023 deutlich tiefer in die Tasche greifen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) kündigte eine Erhöhung des Zusatzbeitrags um 0,3 Prozentpunkte auf 1,6 Prozent an.

Zusammen mit dem allgemeinen Beitragssatz von derzeit 14,6 Prozent müssten dann 16,2 Prozent vom Bruttolohn für die Krankenversicherung abgeführt werden. Der Beitrag in der GKV war noch nie so hoch.

Lauterbach begründete die Erhöhung mit einem Defizit von rund 17 Milliarden Euro, das andernfalls der GKV im kommenden Jahr drohe. Zusätzlich werde der Bundeszuschuss um zwei Milliarden Euro erhöht. Vorgesehen sei auch ein Bundesdarlehen von einer Milliarde Euro. Zudem solle durch größere Effizienz Geld eingespart werden.

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag wird durch einen offiziellen Schätzerkreis im Herbst endgültig festgelegt.

Lauterbach teilte mit, über die geplante Finanzierung des Milliardenlochs der Krankenversicherung habe er lange mit Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) verhandelt. Er stehe hinter Lindners Zielen, dass die Schuldenbremse nicht verletzt werden solle und die Steuern nicht erhöht werden sollten.

"Ich habe dieses Defizit im wesentlichen geerbt von meinem Vorgänger", sagte Lauterbach mit Blick auf den ehemaligen Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Dieser habe teure Leistungsausweitungen vorgenommen und auf Strukturreformen verzichtet. Sein Vorschlag gehe nun in die Ressortabstimmung. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) habe bereits zugestimmt. Leistungskürzungen werde es nicht geben.

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