Kaufberatung

Die besten Kompaktkameras für richtig scharfe Fotos

Kompaktkameras – welches Modell kaufen?

Frau mit Kompaktkamera
Kompaktkameras spielen vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen ihre Vorteile gegenüber den Smartphone-Linsen aus.

Für Schnappschüsse reicht ein Handy oft aus. Doch in einigen Situationen gelingen mit den Smartphone-Knipsen einfach keine guten Bilder – etwa bei Dämmerlicht. So manche Aufnahme vom festlichen Abendessen ist daher verwackelt und unansehnlich. Schade, denn diese Momente holen Sie nicht mehr zurück. Viele Kompaktkameras* meistern selbst solch schwierige Situationen mit links und bieten weitere Vorteile, haben aber auch Nachteile. Hier eine Übersicht – und empfehlenswerte Modelle.

Kompaktkamera vs. Foto-Handy: Vorteile für die Digitalkamera

Bokeh: Sonnenuntergang
Schön unscharf: Das sogenannte Bokeh sorgt für tolle Bildkompositionen und Stimmungen.

Ohne lästiges Wechseln teurer Objektive gute Bilder machen – einfach fotografieren ohne viel Gedöns und Einstellerei? Das bieten Handy-Kameras in der Regel auch. Was also spricht für eine Kompaktkamera?

  • Hintergrundunschärfe: Es sieht toll – und professionell – aus, wenn der Hintergrund beispielsweise bei einer Porträtaufnahme verschwimmt. Mit vielen Handys lässt sich der sogenannte Bokeh-Effekt erreichen. Doch das klappt zumeist nur bei Fotos, Videos mit Tiefenunschärfe nehmen nur ganz wenige Smartphones auf – etwa das Samsung Galaxy S20 Ultra* 🛒 (mit der Live-Fokus-Video-Funktion). Doch ob Video oder Foto: Die Ergebnisse sind bei Handys nicht immer überzeugend. Warum? Algorithmen bauen den Bokeh-Effekt nachträglich ein, bei feinen Strukturen wie Haaren versagt die Technik jedoch häufig. Die Ergebnisse sind dann nicht vorzeigbar. Kompaktkameras liefern den Effekt ganz „natürlich“ ab – durch eine offene Blende, die viel Licht auf den Sensor lässt. Damit sieht jede Bokeh-Aufnahme klasse aus. Das ist ein großer Vorteil, denn nicht jeder Moment lässt sich wiederholen.
  • Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen: Bei Tageslicht sehen Handy-Fotos in der Regel richtig gut aus, doch schon bei Dämmerlicht nimmt die Qualität ab. Dann stört ein unschönes Rauschen im Bild. Kompaktkameras* hingegen liefern ansprechende Fotos auch bei wenig Licht, weil deren Sensoren zumeist größer ausfallen und sie somit eine höhere Lichtempfindlichkeit haben.
  • Manuelle Einstellmöglichkeiten: Im Automatik-Modus kümmern sich Handy und Kompaktkamera selbsttätig um Einstellungen wie Belichtungszeit, Blende und ISO-Wert. Doch wer manuell an diesen Reglern dreht, holt in vielen Situationen noch mehr aus dem Motiv heraus – Sie bestimmen selbst darüber, wie viel Licht für eine Aufnahme verwendet werden soll und ändern damit beispielsweise bewusst die (Licht-)Stimmung. Bei den meisten Handys lassen sich solche Einstellungen serienmäßig nicht verändern. Oft helfen da nur Zusatz-Apps – die kosten Geld und sind kompliziert. Bei Kompaktkameras drehen Sie einfach nur an ein, zwei Rädchen – fertig.
  • Zoomen: Mit vielen aktuellen Handys lassen sich Objekte heranholen – sprich: Sie können damit zoomen. Doch dabei verschlechtert sich zumeist die Bildqualität drastisch, denn der sogenannte digitale Zoom vieler Geräte vergrößert nur den Ausschnitt des geschossenen Bildes (und berechnet fehlende Daten per Algorithmus). Der Effekt: Bilder sehen pixelig aus. Kompaktkameras haben hingegen in der Regel einen optischen Zoom, der die Auflösung des Bildes beim Zoomen nicht verschlechtert.

Empfehlenswerte Kompaktkameras laut Stiftung Warentest

Viele Händler haben gerade Lieferschwierigkeiten, weil Mikrochips fehlen. Die Canon PowerShot SX740 HS* für rund 350 Euro ist deshalb aktuell die beste einfache Kompaktkamera, die online zu haben ist. Als "einfache kompakte Reise-Zoomkamera im Taschenformat" erhielt sie das Qualitätsurteil 2,5 der Stiftung Warentest und macht laut Testbericht gute Fotos. Ihre Videos sind befriedigend, Sucher und Monitor wurden wie die Handhabung gut bewertet.

Immerhin noch „befriedigend“ ist die Sony Cyber-shot DSC-HX99*, die etwa 400 Euro kostet. Die "kleine, flache und ausgesprochen leichte Kompakt­kamera mit Superzoom" hat einen guten elektronischen Sucher, auch die Handhabung gefällt. Bilder und Videos schnitten im Test allerdings nur befriedigend ab. Insgesamt gab's dafür die Note 2,6.

Für Kinder empfiehlt Stiftung Warentest die kleine Outdoor-Kamera Ricoh WG-70* für rund 220 Euro. Laut Anbieter ist sie wasser­dicht bis 14 Meter Tauchtiefe, stoß­fest bis 1,6 Meter Fall­höhe. Die Prüfer fanden die automatischen Fotos „noch annehmbar“, von den Videos bis zur Handhabung benoteten sie jede Kategorie befriedigend. Das Gesamturteil ist gerade noch befriedigend (3,5).

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Für wen lohnt sich eine Kompaktkamera?

Eine Kompaktkamera ist letztlich also genau das Richtige für Sie, wenn Sie auch ohne große Vorkenntnisse und Einstellerei tolle Bilder beinahe auf Profi-Niveau machen möchten – selbst bei schlechten Lichtverhältnissen.

Wer viele starke Bilder auf der Speicherkarte hat, sollte darüber nachdenken, die besten Fotos auf Papier zu verewigen – zum Beispiel in Form eines Fotobuchs*. Das ist schnell angelegt, die Kosten sind vergleichsweise gering und es kommt auch als Geschenk richtig gut an.

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Diese Digitalkameras schießen scharfe Bilder

Die Auswahl an Digitalkameras ist riesig, da kann man als Laie schon mal den Überblick verlieren. In unserem Überblick finden Sie empfehlenswerte Geräte.

Sony ZV-1: Starke Kompaktkamera für Vlogger

Sonys ZV-1* liefert qualitativ hochwertige Bilder und knackscharfe Videos in 4K-Auflösung. Ein schneller Autofokus stellt laut Hersteller blitzschnell scharf. Dank Augenerkennung verfolgt die Linse bei Porträtaufnahmen nicht nur kontinuierlich ein Motiv (Mensch und Tier), sondern auch dessen Augen – so sind Gesichter stets scharf im Bild. Toll für YouTuber & Co.: Die Kamera erzeugt bei laufenden Aufnahmen auf einen Klick den tollen Bokeh-Effekt – komplizierte Einstellungen an der Blende sind dazu nicht nötig. Zudem lässt sich das Display seitlich wegklappen, so sehen Sie beim Dreh, ob Sie im Bild sind.

  • Auflösung: 20,1 Megapixel
  • Brennweite: 24 bis 70 Millimeter
  • Seitlich ausklappbares Display
  • Aufsteckbarer Windschutz
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Canon PowerShot G5 X II - für besonders hohe Ansprüche

Stiftung Warentest bewertete die Canon PowerShot G5 X II* als "besonders gute hoch­wertige Kompakt­kamera mit elektronischem Sucher, manuellen Funk­tionen und Netz­werk­funk­tion für besonders hohe Ansprüche". Die Canon-Kamera erreichte im Test das Qualitätsurteil 1,8, weil sie gute Fotos und Videos macht, auch der Sucher und der Monitor sind sehr gut, die Handhabung ist gut. Allerdings müssen Interessenten für das Gerät etwas tiefer in die Tasche greifen – fast 900 Euro kostet das gute Stück im Internet.

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Insta360 One R Twin Edition: Exotisch, aber cool

Der Aufbau der Insta360 One R* erinnert an das Lego-Prinzip: Der Twin-Edition liegen zwei Kamera-Module bei, die sich beliebig wechseln lassen – einfach das eine abziehen und das andere aufstecken, fertig. Linse Nummer eins liefert ganz klassisch Fotos und Videos. Filme lassen sich mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde bei 4K-Auflösung aufnehmen. Die Kamera erlaubt zudem Weitwinkelaufnahmen – auf Wunsch sogar in Fischaugen-Optik wie Actioncams etwa von GoPro sie liefern. Tolle Zeitlupen- sowie Zeitraffer-Aufnahmen sind ebenfalls möglich. Auf dem zweiten Modul sitzen zwei Fischaugen-Objektive, die jeweils einen Bereich von 180 Grad abdecken. Dank dieser Technik erstellen Sie Bilder und Videos mit Rundumblick – spektakuläre 360-Grad-Aufnahmen. Die Insta360 lässt sich über das drei Zentimeter große Touch-Display, per Sprachsteuerung oder Smartphone-App bedienen. Letztere bietet zudem zahlreiche Bild- und Videobearbeitungsmöglichkeiten. Klasse: Die One R ist bis zu fünf Metern Tiefe wasserdicht – ohne zusätzliche Schutzhülle. Die Qualität der Videos und Bilder ist bei Sonnenschein gut, die Aufnahmen sind scharf und detailreich. Farben fallen teils allerdings etwas flach aus. Bei Dämmerlicht zeigt sich die Schwäche des kleinen Sensors, der in der Kamera steckt: Ähnlich wie bei Smartphone-Aufnahmen kommt es zu starkem Bildrauschen und Kontrastverlust. Die Insta360 One R ist ganz klar eine Schönwetter-Kamera.

  • Auflösung: 12 Megapixel
  • Brennweite: 7,2 bis 16,4 Millimeter
  • Blende: f/2.0
  • Wasserdicht bis fünf Meter

Alternative: Formfaktor und Funktionsprinzip der kompakten und modularen Insta360 One R gefallen Ihnen zwar, Sie legen aber Wert auf ein lichtstarkes Objektiv, mit dem sich selbst bei schlechteren Lichtverhältnissen gute Aufnahmen schießen lassen? Dann ist möglicherweise die Insta360 One R 1-Inch Edition* interessant für Sie. Die besitzt einen hochwertigen 1-Zoll-Bildsensor von Leica, der qualitativ gute Aufnahmen liefert.

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Bei dieser Auswahl an Kompaktkameras dürfte für jeden etwas dabei sein, der Wert auf gute Fotos legt und nicht nur das Handy zücken möchte. Auch Blogger oder Influencer sind mit einer digitalen Kompaktkamera besser bedient.

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