Komet Atlas erscheint heller als erwartet

Deutlich heller, als vermutet

Als Komet C/2019 Y4 oder auch vereinfacht „Atlas“ am 28. Dezember des vergangenen Jahres entdeckt wurde, war seine Erscheinung noch nicht so spektakulär. Nun hat er aber in den vergangenen Wochen an Helligkeit deutlich zugelegt und die Aufmerksamkeit und Hoffnungen der Astronomen geweckt. Zwar kommt er der Erde nicht gefährlich nahe, aber er könnte bei der Entwicklung zuletzt, sogar mit dem bloßen Auge zu sehen sein. Zumindest wenn er weiterhin so stark an Leuchtkraft gewinnt.

Schweif aus Gas und Wasser

Der Komet C2019/Y4 oder auch Atlas links oben im Bild mit seiner türkisfarbenen Aura hat seine Helligkeit drastisch verstärkt.
Der Komet C2019/Y4 oder auch Atlas links oben im Bild mit seiner türkisfarbenen Aura hat seine Helligkeit drastisch verstärkt. © Rolando Ligustri (CARA Project, CAST)

Die Forscher haben nun berechtigte Hoffnung, dass „Atlas“, als letzter im Jahr 2019 entdeckter Komet, eine ähnlich spektakuläre Show bietet, wie seinerzeit Hale-Bobb im Jahr 1997. Leider spielen Kometen oft nicht mit und zerfallen in Einzelteile und zerstören damit alle Hoffnungen. Ein Komet ist ein Überbleibsel aus der Zeit, als unser Sonnensystem vor 4,6 Milliarden Jahren entstand. Diese Himmelkörper bestehen aus Eis, Carbon und Cyanide Gas, die sich bei der Annäherung an die Sonne lösen und so den Schweif bilden. Das erscheint dann meist als weißer oder türkisblauer Umriss – die sogenannte Koma. Noch ist also unklar, ob er sich weiter erhellt oder auf seinem Weg auflöst.

In Kroatien stürzte erst vor kurzem ein Meteorit auf die Erde.

Ende Mai nicht mehr zu sehen

Ende Mai wird „Atlas“ mit 37,8 Millionen Kilometern die kürzeste Distanz zur Sonne erreicht haben und danach von der nördlichen Hemisphäre aus nicht mehr zu sehen sein. Doch zu diesem Zeitpunkt könnte er nochmal deutlich an Leuchtkraft zunehmen, sollte er sich bis dahin nicht aufgelöst haben. Dann ist er sogar mit einem kleinen Teleskop oder einem guten Fernglas zu sehen.