USA mit Biden zurück im Klimaschutz

Klimawandel: USA vom Klimamuffel zum Vorreiter

Präsident Joe Biden auf dem virtuellen Klimagipfel
Die USA übernehmen die Führung im Kampf gegen den Klimawandel. © imago images/MediaPunch, Pool via CNP /MediaPunch via www.imago-images.de, www.imago-images.de

USA sehen globale Sicherheitsrisiken durch Klimawandel

Unter Donald Trump war Totenstille, sein Nachfolger Joe Biden hat das Thema „Klimaschutz“ in den USA wieder aus der Mottenkiste geholt. Die Welt nimmt es wohlwollend zur Kenntnis, doch Biden ist beileibe keine Umwelt-Aktivist: Er sieht das ganz pragmatisch: die Energiewende als Jobmotor. Außerdem sehen Militärexperten die globale Sicherheit in Gefahr, wenn die Erde sich weiter erwärmt und Land für den Ackerbau verloren geht.

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USA wollen ihre Emissionen halbieren - auch Russland und China dabei

US-Präsident Joe Biden spricht bei der virtuellen Klimakonferenz in Washington. Klimaschutz steht jetzt auch in den USA wieder im Fokus.
Joe Biden hatte zum Klimagipfel geladen und die wichtigsten Staats- und Regierungschefs und Chefinnen waren gefolgt. © imago images/MediaPunch, Pool via CNP /MediaPunch via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Biden hatte am ersten Tag des von ihm selbst einberufenen zweitägigen Online-Gipfels zu schnellem Handeln aufgerufen, um die Klimakrise einzudämmen. Er kündigte in Washington neue Schritte an: Die USA wollen bis 2030 ihre Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 2005 mindestens halbieren. Biden holte bei dem Thema auch die Regierungschefs von Russland und China, Wladimir Putin und Xi Jinping, an den Tisch - trotz großer internationaler Spannungen.

Mit dem neuen Klimaziel erfüllen die USA eine Vorgabe des Pariser Klimavertrags, in den Biden das Land am ersten Tag im Amt zurückgeführt hatte. Sein Vorgänger Donald Trump war aus dem Abkommen ausgestiegen. Es sieht vor, dass die Vertragsstaaten ihre Klimaziele alle fünf Jahre nachbessern. Bei der Weltklimakonferenz im November in Glasgow sollen dies alle Partner offiziell tun.

Der von Biden ausgerichtete zweitägige Online-Klimagipfel gilt als wichtige Vorbereitung für Glasgow. Experten sind sich einig, dass sich bis 2030 weltweit viel mehr tun muss, wenn die Erderwärmung, wie 2015 von knapp 200 Staaten in Paris vereinbart, deutlich unter zwei Grad bleiben soll. Schon jetzt hat sich die Erde um rund 1,2 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit erhitzt.

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Millionen Menschen von steigenden Temperaturen, Dürren und Wetterextremen bedroht

Ein Feld mit vertrockneten Maispflanzen. Die USA schreiben Klimaschutz wieder groß.
Dürre und Hitze bedrohen Ernten weltweit. Es droht ein Mangel an Nahrungsmitteln, wenn die Temperaturen weiter steigen. © imago images/Petra Schneider, Petra Schneider-Schmelzer via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Pentagon-Chef Lloyd Austin warnte eindringlich vor den globalen Sicherheitsrisiken durch den Klimawandel.

„Der Klimawandel macht die Welt unsicherer und wir müssen handeln“, sagte der US-Verteidigungsminister am Donnerstag. „Die Klimakrise ist eine zutiefst destabilisierende Kraft für unsere Welt. Heute kann keine Nation dauerhafte Sicherheit finden, ohne sich mit der Klimakrise auseinanderzusetzen.“

Pentagon-Chef Austin verwies auf das schmelzende Eis in der Arktis und den zunehmenden Wettbewerb um Ressourcen und Einfluss in der Region. In Afrika und Zentralamerika wiederum würden Millionen Menschen wegen steigender Temperaturen und Wetterextremen, von Dürre, Hunger und Vertreibung bedroht, sagte er. Im Pazifik gefährdeten der steigende Meeresspiegel und häufigere und stärkere Stürme die Menschen.

„Während Familien auf der Suche nach Sicherheit ihr Leben riskieren, macht die Massenmigration sie anfällig für Ausbeutung und Radikalisierung, was alles die Stabilität untergräbt.“

Diese Krise sei von existenzieller Art. Biden setzt den Online-Klimagipfel mit Spitzenpolitikern aus aller Welt an diesem Freitag fort.

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