Survival-Tipp: Wohin, wenn alles zusammenbricht?

Die Apokalypse überleben: Fünf Länder trotzen dem Weltuntergang

Wenn der Weltuntergang naht, ist es in Neuseeland noch relativ sicher.
Hier ist es sicher! Neuseeland führt das Ranking der Orte an, die für globale Katastrophen und Krisen gewappnet sind.

Welches Land ist am sichersten bei weltweiten Katastrophen und Krisen?

Es wird immer offensichtlicher: Der Klimawandel bedroht alle Regionen der Erde. Hitze, Waldbrände, Überschwemmungen, Stürme, der ansteigende Meeresspiegel – irgendeine der katastrophalen Folgen der Erderwärmung kann fast jede und jeden rund um den Globus treffen. Zerstörung von Infrastruktur, Industrie und Wohnraum, Millionen von Menschen ohne Versorgung mit Strom, Wasser und Lebensmitteln, der Kollaps der Zivilisation droht. Forscher haben jetzt untersucht, welche Länder einen Zusammenbruch des Systems am ehesten überstehen können. Also, wo überlebt man die Apokalypse?

Gute Voraussetzungen: Selbstversorgung, Isolation, Industrie

Die britische Studie hat fünf Länder ausgemacht, die einen globalen Kollaps, wenn Lieferketten, internationale Abkommen und globale Finanzstrukturen nicht mehr funktionieren, am ehesten überleben könnten. Die Forscherinnen und Forscher um Professor Aled Jones vom Institut für Globale Nachhaltigkeit der Anglia Ruskin Universität untersuchten dazu die Möglichkeit von 20 Ländern

  • zur Selbstversorgung mit Strom und Nahrungsmitteln
  • die Grenzen dicht zu machen und sich vor Einwanderung zu schützen
  • eine Infrastruktur von Produktionsstätten sicherzustellen.

Die Top 5 der sichersten Länder der Welt

Als Oasen der Glückseligkeit kamen heraus:

  • Neuseeland
  • Island
  • Großbritannien
  • Tasmanien
  • Irland


Gemeinsam ist ihnen ihre Insellage in gemäßigten Klimazonen mit geringen Temperatur- und Niederschlagsschwankungen. Zudem sind die Länder groß genug, um sich im Fall der Fälle selbst mit Energie und Nahrungsmitteln selbst versorgen zu können.

Das Ergebnis ist für die Wissenschaft nicht überraschend: Professor Aled Jones kommentierte für The Guardian das Ergebnis: "Wir waren davon ausgegangen, dass die Länder in der Lage sein müssten, ihre Grenzen zu schützen. Und das gemäßigte Klima ist auch wichtig. Im Nachhinein ist es also ziemlich offensichtlich, dass große Inseln mit bereits komplex entwickelten Gesellschaften ganz oben stehen."

Island hat gute Voraussetzungen, Klimakatastrophen und andere Krisen zu überstehen.
Island ist auch ein Kandidat zum Überleben, wenn der Weltuntergang.

Was hat Neuseeland, was Deutschland nicht hat?

Neuseeland kann im Falle einer weltweiten Katastrophe auf seine geothermische und hydroelektrische Energie und sein ertragreiches Ackerland zurückgreifen. Es sollte somit relativ unbeschadet durch eine globale Krise kommen.

Deutschland sammelte dagegen Minuspunkte bei der eingeschränkten Möglichkeit zur Selbstversorgung mit Lebensmitteln: Es gibt zwar einen hohen Anteil an landwirtschaftlich genutzter Fläche, aber aufgrund der großen Bevölkerung ist der Pro-Kopf-Anteil klein. Ganz schlecht ist es um die Fähigkeit zur Abschottung bestellt. Deutschland liegt eben recht zentral in Europa. Pluspunkte: Energie wird in Deutschland reichlich produziert, sowohl erneuerbar als auch nicht erneuerbar und die Hightech-Wirtschaft hat sehr große Kapazitäten. So landete Deutschland auf Rang 10 der Liste.

Katastrophen und Krisen: Der Weitblick fehlt

Lernen könne die Welt aus der Coronakrise, meint Jones. Sie habe gezeigt, wie schnell Regierungen Entscheidungen treffen können, Dinge zu ändern. Doch es brauche mehr Weitblick im Katastrophen- und Krisenmanagement: „Wir müssen in der globalen Planung viel stärker über Wiederstandskraft nachdenken. Aber das Ideale ist natürlich, dass es nicht zu einem schnellen Kollaps kommt.“

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(ctr)