Klimawandel soll durch Sulfat-Partikel im Weltall gebremst werden

ARCHIV - 23.08.2018, Hessen, Schmitten: Während erste Regenwolken aufziehen, beobachtet ein Mädchen auf dem Feldbergplateau den Sonnenuntergang. Wenn Mädchen in die Pubertät kommen, könnten sie auch Kinder bekommen - theoretisch. Doch heiratsfähig is
Geht es nach der Idee der Forscher, sollen die Sonnenstrahlen mit Aerosolen im All reflektiert werden. © dpa, Boris Roessler, brx fdt jai

Aerosole sollen Klimawandel bremsen

Verrückte Idee oder die Rettung der Welt? Forscher der Elite-Universitäten Harvard und Yale wollen Sulfat-Partikel ins Weltall schießen. In einer Höhe von etwa 20 Kilometern sollen die Aerosole die Sonnenstrahlen reflektieren. Damit würde die Klimaerwärmung auf der Erde eingebremst, weil weniger Sonnenstrahlen die Erde erreichen. Es wäre ein Meisterstück des sogenannten Geo-Engineerings, also eines großräumigen technischen Eingriffs in natürliche Kreisläufe der Erde. 

Technische Probleme müssten aus dem Weg geräumt werden

Die Idee ist nicht ganz neu, nur die Umsetzung ist ein Problem. Bis die technischen Möglichkeiten für den Beschuss der unteren Stratosphäre geschaffen sind, werden wohl noch 15 Jahre ins Land gehen. Und: Im ersten Jahr müssten ungefähr 4.000 Flugzeuge auf den Weg geschickt werden, die diese Partikel verschießen. Und die Zahl der Flüge müsste über mehrere Jahre linear angehoben werden. Das könnte auch für die Luftfahrtbehörden ein Problem werden. 

Unter dem Strich bleibt: Das Prinzip ist klar und einfach - die Umsetzung schwierig und teuer. Und es ist auch nicht gesichert, dass es keine klimatechnischen Nebenwirkungen, sprich Extremwetter, geben wird.