Klimawandel ist mitschuldig: Extremwetterereignisse töten Tausende und kosten Abermilliarden

Zerstörungen durch Zyklon Fani
Zyklon Fani Anfang Mai 2019 war der stärkste Sturm in Indien und Bangladesh seit 20 Jahren. © Christian Aid / Nirvair Singh

Klimawandel verschärfte die Stürme, Brände und Überschwemmungen

15 Extremwetterereignisse haben im Jahr 2019 Tausende Tote gefordert und jeweils mindestens eine Milliarde US-Dollar gekostet. Dies ist das Ergebnis eines neuen Berichts der Entwicklungsorganisation Christian Aid. Laut den Autoren von "Counting the cost: 2019 - a year of climate breakdown" wurden alle Extremwetterereignisse durch den Klimawandel verschärft oder wahrscheinlicher gemacht bzw. sind Folge von veränderten Wettermustern.

Die zerstörerischsten Wetterereignisse 2019

  • Die meisten Todesfälle gab es durch einen ungewöhnlich starken Monsun in Nordindien (1.900) und den Zyklon Idai in Simbabwe, Mosambik und Malawi (1.300).

  • Finanziell am verheerendsten waren die Waldbrände in Kalifornien (25 Milliarden US-Dollar), Taifun Hagibis in Japan (15 Milliarden) und Überflutungen im Mittleren Westen der USA (12,5 Milliarden) und China (12 Milliarden)
  • Auch Europa war durch den Sturm Eberhard im März stark betroffen. Mit einer Windstärke von über 140 km/h hat der Sturm einen Schaden von 1 bis 1,7 Milliarden US-Dollar verursacht. Fast 1 Millionen Haushalte waren ohne Strom.
Mosambik, Beira: Das von Internationalen Roten Kreuz zur Verfügung gestellte Foto zeigt Menschen, die versuchen, die Überreste ihrer Häuser nach dem Zyklon 'Idai' zu retten.
Zyklon Idai in Mosambik: Bewohner von Beira versuchen, die Überreste ihrer Häuser zu retten. © dpa, Denis Onyodi, wei cul

Wie reagiert die Welt im Jahr 2020?

"Wie dieses Jahr gezeigt hat, ist kein Kontinent gegen die globale Erwärmung und ihre Auswirkungen immun. Es ist unerlässlich, dass die Länder vor der Weltklimakonferenz COP 26 in Glasgow ihre Ambitionen erhöhen und verstärkte Klimapläne vorlegen“, kommentiert Adelle Thomas, eine der LeitautorInnen des 6. Berichts des Weltklimarats IPCC.

Dr. Kat Kramers (Chritian Aid) Forderung geht in die gleiche Richtung. In Glasgow müssten sich die Länder verpflichten, die Emissionen im Sinne des 1,5 Grad-Limits weiter zu reduzieren, und finanzielle Mittel für die armen Länder, die unter den Auswirkungen des Klimawandels am meisten leiden, anzukurbeln. 

Christian Aid ist eine christliche Organisation aus Großbritannien und Irland, die sich für eine Welt einsetzt, in der jeder ein erfülltes Leben frei von Armut leben kann.