Klimawandel in den Schweizer Alpen: Schneehasen im Hitzestress

Der Klimawandel macht den Schneehasen in den Alpen zu schaffen. Wenn es den Tieren zu warm wird, können sie nur begrenzt in höhere und kühlere Gebiete ausweichen, so die schweizerische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL).

Unterschlupfmöglichkeiten und Nahrung werden für Schneehasen knapp

Klimawandel in den Schweizer Alpen: Schneehasen im Hitzestress
Klimawandel in den Schweizer Alpen: Schneehasen im Hitzestress © picture alliance / blickwinkel/P, P. Cairns

Denn die Schneehasen finden nicht genügend Unterschlupf und Nahrung, erklärt Kurt Bollmann, einer der Autoren des Wissenschaftsjournals 'Global Change Biology'. Durch die Erwärmung und abnehmenden Schneeflächen wird der Lebensraum außerdem zerstückelt und die Populationen können sich nicht mehr wie früher mischen. Dies hat genetische Verarmung zur Folge.

Die Forscher schätzen, dass sich die Zahl der Schneehasen in der Schweiz bis Ende des Jahrhunderts um ein Drittel verkleinern könnte. Der Bestand der Schneehasen in der Schweiz sei zwar nicht gefährdet, aber die Tiere seien in der Nahrungskette ein wichtiges Beutetier vor allem für Uhus, Füchse und Steinadler. Ein Rückgang des Schneehasenbestands habe somit auch Auswirkungen auf andere Tierarten.

Schneehasen haben es ganz schön drauf

Dieses Video aus dem Jahr 2016 verdeutlicht, was Schneehasen so drauf haben. Die Aufnahmen zeigen einen Snowboardfahrer in Russland, der von einer heranrasenden Lawine bedroht wird. Das alleine ist schon spektakulär. Aber achten sie mal auf den Hasen! Der kleine Kerl geht in der Lawine quasi unter, kommt aber wieder an die Oberfläche und rudert und springt und läuft, ja man könnte sagen, er schwimmt auf dem Schnee um sein Leben und entkommt mit dieser außergewöhnlichen Technik der Gefahr. Da ist es nur logisch, dass der Hase für die Kameraleute der wahre Held ihres Films ist.