Klimawandel im Eiltempo: Rekord bei CO2-Konzentration in der Atmosphäre

So schnell wie derzeit ist der CO2-Gehalt noch nie gewachsen

Klimawandel
Auf dem Mauna Loa auf Hawaii wird seit 1958 die Entwicklung des CO2-Gehalts der Atmosphäre kontrolliert. So schnell wie derzeit wuchs der Anteil noch nie.

Die Menschheit pumpt mehr CO2 denn je in die Atmosphäre, obwohl mittlerweile hinlänglich bekannt ist mit welchen Folgen. Erderwärmung und der damit verbundene Klimawandel gehen zu großen Teilen auf Kosten des Kohlendioxids in der Atmosphäre zurück. Und dennoch: Industrie und Handel, aber auch Landwirtschaft und Verkehr blasen stets neue Rekordwerte in die jetzt schon überlastete Atmosphäre.

Auf einer Messstelle in Hawaii, die weit weg von den großen Emissionsquellen der Erde liegt, wurde im abgelaufenen April zum ersten Mal die kritische Grenze von 400 ppm (parts per million) während des gesamten Monats überschritten. Das hat es noch nie gegeben.

Nach Angaben des unabhängigen Onlinemagazins klimaretter.info steht die Messstation auf dem hawaiianischen Vulkan Mauna Loa. Dort werde die Entwicklung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre schon seit 1958 verfolgt. Damals lag der Wert bei 315 ppm, angenommen wird ein Wert von 280 ppm für das vorindustrielle Zeitalter. Nun also liegen wir bei 400 ppm - Tendenz stark steigend.

Besonders besorgniserregend ist, dass die jährliche Zunahme sich Jahr für Jahr steigert. Laut klimaretter.info wurden im Jahr 1990 23 Milliarden Tonnen des Treibhausgases in die Luft geblasen, 2012 seien es schon 36 Milliarden Tonnen gewesen. Und das trotz der Lippenbekenntnisse der Politik, den CO2-Ausstoß endlich eindämmen zu wollen.

Erstmals geknackt worden sei die Grenze von 400 ppm im Mai 2013, knapp ein Jahr später lag sie schon einen gesamten Monat über diesem Grenzwert. Wenn die Menschheit sich nicht bald auf verbindliche Zusagen und Aktionen einigt, wird der Klimawandel nicht mehr zu kontrollieren sein. Die Zeit drängt.