Unglaubliche 16 Grad über dem Durchschnitt

Klimawandel extrem: November 2020 bricht Wärmekord

 Eisbär Ursus maritimus im Treibeis vor Sonnenuntergang, Spitzbergen, Norwegen *** Polar bear Ursus maritimus in drift ice before sunset, Spitsbergen, Norway Copyright: xOndrejxProsickyx BIA157169
In der Arktis lagen die Werte im November 16 Grad über dem Durchschnitt. © imago images/BIA, Ondrej Prosicky via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Der November 2020 verschärft die Trockenheit erneut

Nach dem sehr nassen Oktober 2020 hat uns der November vor allem eines gebracht: Hochdruckwetter. Damit war es zwar überdurchschnittlich sonnig, aber auch viel zu trocken. Das fällt zwar in der kalten Jahreszeit kaum auf, hat aber erneut Folgen für unsere Böden. Hier hat sich die Trockenheit erneut verstärkt. Außerdem zeigt sich der November 2020 rund 2,5 Grad zu warm. Noch extremer zeigt sich der Klimawandel in der Arktis. Ein November der Extreme.

Der November 2020: Weniger eisig in den Eisregionen, über 16 Grad zu warm!

Gerade der Blick an den Nordpol macht weiterhin Sorge. Denn der November verlief dort 16 Grad zu warm. Eine Abweichung, die so noch nie beobachtet wurde. Und auch in Mitteleuropa sind es die eigentlich eisigen Regionen, die die größte positive Abweichung vermelden. In den hochalpinen Regionen nämlich.

Klimabilanz des Novembers: Die Zugspitze ganz vorneweg

Gleich in zwei Kategorien marschiert Deutschlands höchster Berg mit knapp 3000 Höhenmetern vorneweg. Die Zugspitze verzeichnete im November 2020 die größte positive Abweichung. Gemessen am langjährigen Mittelwert (Vergleichszeitraum 1961 bis 1990) verlief der November 2020 gut 5 Grad zu warm. Zudem war der November 2020 auf der Zugspitze sehr sonnenreich. Über 200 Sonnenstunden - so viel bekam keine andere Wetterstation zusammen.

dpatopbilder - 26.08.2018, Bayern, Grainau: Schnee und Eis bedecken auf dem Gipfel der Zugspitze ein Schild mit der Aufschrift
Schnee auf der Zugspitze: Nahezu im ganzen Jahr kann es auf knapp 3000 Metern Höhe schneien. Doch im November 2020 waren Schnee und Eis die Ausnahme. Dafür gab es um die 200 Sonnenstunden. © dpa, Sven Hoppe, shp kde

Der November 2020 im Klima-Check

Hier noch einigen Fakten im Überblick zum November 2020:

  • Rund 2,5 Grad zu warm. Die größte positive Abweichung verzeichnete die Zugspitze mit 5 Grad überm langjährigen Durchschnitt.
  • Viel zu trocken mit kaum 20 Litern Regen pro Quadratmeter. Das entspricht 25 Prozent der Klimamittels. Normal wären somit um die 80 Liter auf jeden Quadratmeter.
  • Sehr sonnig. Über 85 Sonnenstunden im landesweiten Durchschnitt entsprechen um die 150 Prozent gegenüber dem November-Mittel.
  • Die höchste Temperatur wurde am 2. November 2020 in Bad Dürkheim mit 24 Grad gemessen.
  • Die niedrigste Temperatur vermeldete die Zugspitze am 20.11.2020 mit einem Tiefstwert von minus 16,1 Grad
  • Insgesamt am trockensten war es im Bereich Sachsen-Anhalt und Sachsen. Zum Teil sind nicht einmal 2 Litern pro Quadratmeter zusammen gekommen.
  • Am nassesten war es in Baden-Württemberg mit teils über 90 Litern auf jeden Quadratmeter.

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