Klimawandel 2016: Der wärmste Sommer aller Zeiten

Sommer 2016: Der wärmste Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen
Eine Auswertung der globalen Abweichungen vom Temperaturmittel von 1880 bis 2016 im Jahresverlauf.

Dieser Sommer ist global gesehen zwar nicht der wärmste aller Zeiten, aber doch seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 1880. Das passiert nämlich, wenn die fortschreitende Erwärmung durch den menschengemachten Klimawandel mit dem natürlichen Klimaphänomen El Niño zusammenkommt. Die globalen Temperaturen springen auf neue Rekordwerte.

"Wir stecken mitten im Klimawandel"

Dazu zeigt sich das Wetter mit zahlreichen Dürren und Überschwemmungen häufig von seiner extremen Seite. "Wir stecken mitten im Klimawandel", sagte Paul Becker, Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes bei einer Bilanz des Deutschen Klima-Konsortiums (DKK).

In Deutschland sind es nicht die Temperaturen, die besonders auffällig waren. Als „hochdramatisch“ bezeichnete Becker aber  Starkregenereignisse mit mehr als 100 Litern Regen pro Quadratmeter und Stunde in verschiedenen Teilen Deutschlands im Frühsommer.

Seit Oktober 2015 elf zu warme Monate in Folge

So war auch der August 2016 der wärmste seit 136 Jahren, wie die monatliche Auswertung der globalen Temperatur von Wissenschaftlern am Goddard Institute for Space Studies (GISS) in New York zeigt. Er war um 0,16 Grad wärmer als der bislang wärmste August im Jahr 2014 und der Wert um 0.98 Grad höher als die mittlere Augusttemperatur von 1951 bis 1980. Der Rekord-August setzt damit die Serie von bisher zehn aufeinander folgenden Monaten (ab Oktober 2015) fort, die verglichen mit dem langjährigen Mittel zu warm waren.