Lockdowns haben nichts gebracht

Klimakrise: Corona kann die Treibhausgase nicht stoppen

Klima zeigt sich unbeeindruckt

Bisher haben viele gedacht, die weltweiten Lockdowns während der Corona-Pandemie haben wenigstens ein bisschen für unser Klima getan. Die Weltorganisation für Meteorologie hat aber gemessen, dass es nie mehr Treibhausgase in unserer Atmosphäre gab. Besonders die Konzentration von CO2, Methan und Lachgas ist wieder gestiegen. Wetter-Experte Bernd Fuchs erklärt im Video, was wir daraus lernen können.

Treibhausgasemissionen - Ziele in Deutschland bis 2045

Höhe der Treibhausgas-Emissionen in Deutschland
Höhe der Treibhausgas-Emissionen in Deutschland

Ziel der Bundesregierung ist eine Treibhausgas-Neutralität bis zum Jahr 2045. Im Jahr 2020 scheint das Ziel jedoch noch in weiter Ferne - die Treibhausgasemissionen betrugen im genannten Jahr schätzungsweise 739 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Und obwohl das tatsächlich im Vergleich zu den Vorjahren ein Rückgang war, ist die Treibhausgas-Konzentration in der Atmosphäre weiter gestiegen. Denn die erst einmal ausgestoßenen Gase werden nicht gleich wieder abgebaut. Im Gegenteil. Sie sind ziemlich bis sehr langlebig.

Treibhausgase: Das Problem ihrer Langlebigkeit

Treibhausgase
Treibhausgase

Die Verweildauer von Treibhausgasen in der Atmosphäre variiert stark von Tagen bis zu Jahrtausenden. Dem Deutschen Klima Konsortium zufolge hat Methan (CH4) eine Verweildauer von ungefähr zehn Jahren, Lachgas (N2O) von ungefähr 100 Jahren. Bei CO2 ist es komplizierter. Noch nach 1000 Jahren können sich Teile in der Atmosphäre wiederfinden.

Emissionen der Klimagase CO2, Methan und Lachgas heute zu stoppen, würde sich also zunächst gar nicht in einer Senkung der Treibhausgas-Gesamtkonzentration in der Atmosphäre bemerkbar machen. Und die Reaktion des Klimasystems würde noch verzögerter stattfinden, denn die Globaltemperatur würde nicht schnell auf Änderungen der Treibhausgas-Konzentrationen reagieren. Umso wichtiger ist es also, schnell zu handeln.

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(ctr)