Iss richtig und du rettest die Welt

Klimafreundlich essen und einkaufen: Fünf einfache Tipps für eine nachhaltige Ernährung

Insekten würden schon helfen - Grillen und Mehlwürmer in die Pfanne?

Blöd! Das, was wir derzeit oft essen, wie wir einkaufen, ist meistens schlecht für’s Klima. Bernd Fuchs zeigt im Video, was alleine schon eine Futterumstellung beim Geflügel bewirken könnte. Oder könnten Sie sich etwa ein leckeres Geschnetzeltes aus Grillen, Heimchen und Mehlwürmern im eigenen Kochtopf vorstellen? Naja, das ist wohl nicht für jedermann eine Alternative. Was also tun, um nachhaltig zu handeln? Darauf haben wir ein paar Antworten gefunden, die den Küchenplan nicht besonders umkrempeln, aber einiges bewirken können. Richtig kochen, einkaufen, (nicht) wegwerfen – das sind schon ein paar wichtige Eckpfeiler, die unserer Erde helfen könnten.

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Bio ist immer gut: Ökologische Lebensmittel auswählen

Ein neues Zeichen für Europas Verbraucher: Ab diesem Mittwoch (01.07.2010) ist auf Öko-Lebensmitteln das neue Bio-Siegel der EU zu sehen. Das Siegel - ein Blatt mit zwölf weißen Sternen auf hellgrünem Hintergrund - zeigt, wenn Lebensmittel die Vorgaben für ökologische Herstellung erfüllen. Genau das gibt auch das deutsche Bio-Siegel mit sechs Ecken an, das es weiter geben wird. Neu ist aber, dass die Verbraucher mit dem EU-Siegel auch erfahren, ob ein Rohstoff aus der EU oder von anderswo kommt. Das Zeichen ist in der Europäischen Union Pflicht. Einige Signets von Öko-Anbauverbänden haben noch höhere Anforderungen an Tierhaltung und Verarbeitung. Foto: EU  +++(c) dpa - Bildfunk+++
EU-Bio-Siegel kommt - Logo für Öko-Lebensmittel

„Bio“, „Öko“ und „aus kontrolliert biologischem Anbau“ sollte draufstehen. Zwar ist auch ökologische Landwirtschaft nicht ohne Auswirkungen auf die Umwelt, sie ist aber klimafreundlicher und ohne Pestizide auch viel gesünder. Regional und Bio wäre dabei dann die beste Wahl.

Lese-Tipp: Welche Getreidesorten den Klimawandel nicht überleben

Regional einkaufen spart viel CO2

Klimafreundlich ist fast alles, was in der direkten Nachbarschaft erzeugt oder angebaut wird. Das sind unter anderem Kartoffeln, Äpfel und Birnen aus der Region. Auch Hafer, Hirse und anderes Getreide kann aus der Region bezogen werden, da muss man schon ein bisschen mehr forschen, wo man es bekommt. Natürlich müssen wir nicht vollständig verzichten auf alle Exoten, aber den Konsum von Bananen, Chia oder Avocados ein wenig einzuschränken hilft schon. Übrigens: In fast allen Supermärkten gibt es schon Regale mit regionalen Lebensmitteln.

Lese-Tipp: Essen Sie gerne Fisch? Dann sollten Sie das hier nicht lesen.

Saisonale Lebensmittel - eigentlich ganz einfach

Wenn saisonal noch auf regional trifft, ist es umso besser. Und wenn es dann auch noch aus dem Freiland statt dem Gewächshaus kommt, haben Sie die Erde schon ein kleines bisschen besser gemacht. Zur Jahreszeit passende Lebensmittel sind der Hit. So sparen Sie CO2 und tragen zum Schutz der Umwelt bei.

Lese-Tipp: Für Optimisten im Klimawandel: Der Handabdruck macht’s

Wegwerfen ist immer Müll

Verschwendung von Lebensmitteln ist ein großes Problem für die Umwelt. Schätzungsweise 12 Millionen Tonnen Lebensmittel werden jedes Jahr weggeworfen. Im Schnitt gibt jeder Mensch in Deutschland im Jahr 234 Euro für Lebensmittel aus, die am Ende nicht gegessen, sondern entsorgt werden. Der gute alte Haushaltsplan, ein Einkaufszettel und das bewusste Einkaufen hilft da schon.

Apropos einkaufen: Weniger Plastik ist hilfreich. 4,5 Prozent der CO2-Emissionen gehen auf Plastik zurück.

Ein bisschen weniger Fleisch wäre schön

Keine Sorge, niemand muss jetzt sofort zum Veganer werden, aber ein bisschen weniger Fleisch, Wurst und Fisch tun es auch. Veggietage in Kantinen oder Zuhause helfen schon für etwas mehr Nachhaltigkeit. Mit den vielen Ersatzprodukten helfen Sie die unzähligen Probleme, die durch die Tierindustrie verursacht werden zu verringern. Sagen Sie Überdüngung, Entwaldung, Tierquälerei, Insektensterben, Tiertransporten, Bodenversauerung sowie Wasser- und Luftverschmutzung den Kampf an.

Lese-Tipp: Nachhaltigkeitsmythen halten sich hartnäckig. Wir klären auf.

Unsere Wettertrends und Themenseiten

Sollten Sie Interesse an weiteren Wetter-, Klima- und Wissenschaftsthemen haben, sind Sie bei wetter.de bestens aufgehoben. Besonders ans Herz legen können wir Ihnen auch den 7-Tage-Wettertrend mit der Wetterprognose für die kommende Woche. Dieser wird täglich aktualisiert. Falls Sie weiter in die Zukunft schauen möchten, ist der 42-Tage-Wettertrend eine Option. Dort schauen wir uns an, was auf uns in den kommenden Wochen zukommt. Vielleicht interessiert Sie eher wie sich das Klima in den vergangenen Monaten verhalten hat und wie die Prognose für das restliche Jahr aussieht. Dafür haben wir unseren Klimatrend für Deutschland.

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(avo)