Ein Blick in die Wetter-Glaskugel

Kein heißer Sommer - sagen die Bauernregeln

ARCHIV - 21.10.2020, Niedersachsen, Cappeln: Grünkohl wird auf einem Feld geerntet (Luftaufnahme mit einer Drohne).
Bauernregeln werfen schon einmal einen Blick auf die kommenden Ernteerträge. © dpa, Sina Schuldt, ssd exa vco

Das hält das Wetterjahr 2021 für uns bereit

In den dunklen Wintermonaten kreisen die Gedanken schnell um längere, hellere und wärmere Tage und schon stellen wir uns die Frage, wie das Wetter im Frühling und Sommer wohl wird. Wer weiß da Rat? Die Bauernregeln. Der erste Monat des neuen Jahres hat gleich einige Aussagen über das kommende Wetterjahr parat.

Das Wetter im Januar und im Frühling

Bauernregelngründen auf jahrhundertelangen Wetterbeobachtungen in der Landwirtschaft und bieten pauschale Aussagen über bestimmte Witterungsverhältnisse.

„Ist der Januar feucht und lau, wird das Frühjahr trocken und rau.“

Bei der Betrachtung der Niederschlagsmengen für den Januar 2021 zeichnen sich deutliche regionale Unterschiede ab. Der Norden Deutschlands hat sein Niederschlagssoll erfüllt, Richtung Süden ist hingegen weniger Niederschlag gefallen. Lediglich in den Alpenregionen war in den ersten Wochen des Jahres reichlich Schnee unterwegs und dementsprechend das Niederschlagssoll erfüllt, gar übertroffen.

Laut dieser Bauernregel können wir für den Norden und die südlichsten Regionen ein trockenes Frühjahr erwarten.

„Wirft der Maulwurf seine Hügel neu, währt der Winter bis zum Mai.“

Im Januar gab es keine langen Zeiträume in denen der Boden gefroren war, dementsprechend können die Maulwürfe aktiv ihre Hügel neu werfen und wir einen längeren Winter erwarten. Für den Norden und die Alpenregionen würde dies auch noch einmal eine gute Portion Neuschnee bedeuten: „Wie viel Regentropfen im Januar, soviel Schneeflocken im Mai.“

Und wie sieht's mit dem Sommer aus?

Am bisher heißesten Tag des Jahres erfrischen sich Badegäste bei knapp 36 Grad Luft- und 24 Grad Wassertemperatur am 24.06.2016 im Heidesee in Halle/Saale (Sachsen-Anhalt). Das Naherholungsgebiet erlebt dieser Tage einen Besucheransturm. Knapp 1000 B
Laut Bauernregel beschert uns ein milder Januar einen heißen Sommer. © picture alliance / dpa, Hendrik Schmidt

„Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer sicher heiß.“

Der Januar ist bisher ein wahrlich grauer Monat. Die Sonne blickte nur selten hervor, es gibt sogar Orte die nicht einmal auf eine Sonnenstunde kommen. Anfang des Jahres war es zumindest in Teilen Deutschlands weiß, ehe mit dem Sturm die mildere Luft und das Tauwetter zu uns kam. Demnach würde uns kein allzu heißer Sommer erwarten.

Das bestätigt ebenso eine andere Bauernregel:

„Wenn der Januar ist sehr milde, führt er gutes Frühjahr und heißen Sommer im Schilde.“

Insgesamt ist der Januar sehr kalt ausgefallen und laut Bauernregel können wir uns einen heißen Sommer abschminken. In Zeiten des Klimawandels und den vergangenen Dürrejahren sind wir jedoch mal gespannt, wie zutreffend diese Bauernregel sein wird.

Unsere Wettertrends und Langfristprognosen

Sollten Sie Interesse an weiteren Wetter-Themen haben, so können wir Ihnen den 7-Tage-Wettertrend ans Herz legen mit der Wetterprognose für die kommende Woche. Dieser wird täglich aktualisiert. Falls Sie weiter in die Zukunft schauen möchten, ist der 42-Tage-Wettertrend eine Option. Dort schauen wir uns an, was auf uns in den kommenden Wochen zukommt. Vielleicht brauchen Sie aber auch unsere Langfristprognose von ECMWF und CFS.

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