Kalter Wochenauftakt in Europa - Unwettergefahr in Griechenland und der Türkei

Temperaturen in Europa: Etwas zu kalt für die Jahreszeit
Temperaturverteilung in Europa © RTL Interactive

Etwas zu kalt für die Jahreszeit

Einer markanten Tiefdruckzone über Osteuropa steht in der Höhe ein Hochdruckgebiet mit Schwerpunkt bei Großbritannien gegenüber. Mit der sich einstellenden nördlichen Höhenströmung gelangt kalte Meeresluft nach Mitteleuropa. Zudem stößt skandinavische Kaltluft im Wochenverlauf südwärts nach Osteuropa und zum kommenden Freitag in gealterter Form bis zum Schwarzen Meer vor. Warme Luftmassen sind über dem kontinentalen Festland nur bedingt ausmachbar. Selbst im Süden Spaniens wird die 20-Grad-Marke in der neuen Woche längst nicht überall und auch nicht an jedem Tag erreicht.

Kein nennenswerter Schneefall

Die Woche beginnt mit leicht unterdurchschnittlichen Temperaturen. In Mitteleuropa liegt die Schneefallgrenze bei 0 bis 500 Meter, mit nennenswerten Niederschlägen ist dabei jedoch nicht zu rechnen. In relativ trockener Kaltluft fällt am ehesten in den Alpen und im Bergland zwischen Polen und Tschechien stellenweise etwas Schnee. Nennenswerter Schneefall ist am ehesten in Teilen Mittelskandinaviens, im östlichen Polen, allgemein von den Karpaten bis zum Baltikum sowie in Westrussland möglich, größere Mengen werden aber nur von wenigen Modellen angeboten.

Unwettergefahr in Griechenland und der Türkei

Höhere Niederschlagsmengen, teils im warnrelevanten Bereich, sind von Griechenland bis in den äußersten Westen und Nordwesten der Türkei denkbar. Mitunter können sich im Bereich der Ägäis schwere Gewitter entwickeln, lokal kann es zu Überflutungen und Bergrutschen kommen. Der angesprochene Niederschlagsschwerpunkt verlagert sich später mehr in die Westhälfte der Türkei, die Schneefallgrenze pendelt dort zwischen 1000 und 2000 Meter. Im Norden Griechenlands sinkt die Schneefallgrenze am Dienstag sogar teils auf 500 bis 0 Meter, wobei die Niederschläge nachlassen. Kräftiger Schneefall ist somit eher auszuschließen.

Im restlichen Europa erstreckt sich zur Wochenmitte eine ausgedehnte Hochdruckzone vom mittleren Nordatlantik über Westeuropa und das südliche Mitteleuropa hinweg bis in den Bereich der nördlichen Adria. Die sogenannte Frontalzone (kann man sich als Tiefdruckautobahn vorstellen) befindet sich weit nördlich, sie verläuft von Island bis nach Skandinavien und streift noch das nordwestlichste Russland. Die eingebetteten Tiefdruckgebiete ziehen entlang dieser ‚Autobahn‘ ostwärts bis südostwärts und streifen mit den dazugehörigen Wolken- und Niederschlagsfeldern auch die Nordhälfte Deutschlands.

Hochdruck auf dem Rückzug

In der zweiten Wochenhälfte verschiebt sich der Hochdruckeinfluss mehr und mehr ins südwestliche Europa und in den Bereich Irland-Biskaya. Zugleich liegen weite Teile Europas unter Einfluss eines Langwellentroges. Diese Zone tiefen Luftdrucks nimmt einen Großteil der europäischen Festlandsmasse ein. In der sich etablierenden strammen nordwestlichen, teils nördlichen Höhenströmung ist die Entwicklung einzelner Sturmtiefs nicht auszuschließen, diese könnten auch auf Deutschland übergreifen.

Quelle: Meteogroup/wetter24