30 Sekunden bei 15 Grad Celsius reichen für einen messbaren Effekt

Kalt duschen ist gesund: Werden Sie wach, fit und ein bisschen schöner!

Kalt duschen stellen sich viele grausam vor - dabei reichen schon 30 Sekunden bei 15 Grad Celsius für einen messbaren Effekt.
Kalt duschen stellen sich viele grausam vor - dabei reichen schon 30 Sekunden bei 15 Grad Celsius für einen messbaren Effekt. © DANKLOFF.NET, iStockphoto, RUURD DANKLOFF

Na, eine kalte Dusche gefällig?

Morgens kalt duschen? Klingt ziemlich ungemütlich und freudlos. Kalt duschen, das klassische Abhärten, hat aber sehr viele Vorteile, wie diverse Studien zeigen: Man wird nicht nur wach, fit und ein bisschen schöner, kalte Duschen stärken auch das Immunsystem. Auch RTL-Wetterfrosch Eva Imhof ist großer Fan davon - im Video erzählt sie, welche Methode sie anwendet und wie positiv sich die tägliche kalte Dusche auf ihre Gesundheit ausgewirkt hat.

IM VIDEO: RTL-Wetterfrosch Eva Imhof duscht täglich eiskalt

Gut für die Immunabwehr

Eine kalte Dusche stärkt das Immunsystem und fördert die Durchblutung. Denn laut Studien produziert der Körper durch kaltes Duschen mehr weiße Blutkörperchen - und die werden schließlich im Kampf gegen Infektionen eingesetzt. Die Auswirkungen des kalten Duschens auf Gesundheit und Arbeit untersuchte eine niederländische Studie im Jahr 2016. Ergebnis: Statistisch gesehen werden die Kaltduscher seltener krank. Und das beste: 30 Sekunden bei 15 Grad reichen für einen Effekt schon aus.

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Gut für Geist und Seele

Das gilt auch für das Gehirn, das schnell auf Touren kommt. Wenn Sie gleich morgens im Job geistig hellwach sein müssen, weil eine wichtige Besprechung ansteht, profitieren Sie vom Kaltduschen. Denn kaltes Wasser stimuliert das sympathische Nervensystem. In der Forschung wird sogar angenommen, dass sich Kaltduschen auch positiv im Kampf gegen Depressionen auswirkt. Denn bei einer Studie aus dem Jahr 2008 linderte die Berührung mit kaltem Wasser auch depressive Symptome.

Gut für die Schönheit

Gut für die Schönheit: Heißes Wasser entfernt die natürlichen Fette des Körpers! Der Effekt des Kaltduschens: Es bringt das Haar zum Glänzen, glättet die äußere Schicht der Haarsträhnen und hält das Haar insgesamt gesund. Gleiches gilt für die Haut: Entzündungen, Rötungen und Juckreiz werden durch heißes Wasser begünstigt. Durch einen kalten Schauer wird die Haut insgesamt besser durchblutet – das gibt eine frische und gesunde Gesichtsfarbe. Es regt zudem die Fettverbrennung an – und hilft ja bekannterweise beim Schlankwerden oder -bleiben.

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Gut fürs Klima und fürs Portemonnaie

Wer sich durch kalte Duschen abhärtet, friert zudem weniger schnell – und spart dadurch im Endeffekt sogar doppelt: einmal durch die Warmwasser-Ersparnis beim Duschen und zum anderen bei den Heizkosten. Das wirkt sich somit positiv auf die Finanzen und auf die CO2-Bilanz aus. Und da kaltes Wasser am Morgen schlagartig auch wach macht, brauchen Sie außerdem auch weniger Kaffee.

Vorsicht ist bei Herz-Kreislauf-Problemen geboten!

Gibt es denn auch Menschen, die auf kaltes Duschen besser verzichten sollten? Definitiv sollten zum Beispiel Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einem zu hohen Blutdruck vorher mit ihrem Arzt über das Thema sprechen. Der Grund: Durch den Kältereiz ziehen sich die Gefäße zusammen – der Blutdruck schnellt in die Höhe. Was in der Regel den positiven Effekt bewirkt, kann bei manchen Menschen auch zu Problemen führen! (jos/ija)

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